Sichere Arbeit
Wiener Linien: Ältere Arbeitnehmer begleiten den Weg in die Zukunft „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen gesünder nach Hause, als sie in die Arbeit gekommen sind.“ Diese Aussage soll, geht es nach den Abteilungsleitbildern der Wiener Linien, keine Vision bleiben.
Das Durchschnittsalter der Beschäftigten bei den Wiener Linien liegt bei 41 Jahren. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten bei den Wiener Linien liegt bei 41 Jahren.
Wiener Linien: In Zukunft will man mehr auf altersgemischte Teams achten. Ein Schritt in die Zukunft wird auch sein, vermehrt auf altersgemischte Teams zu achten.

Ältere Arbeitnehmer begleiten den Weg in die Zukunft

Alternsgerechtes Arbeiten

Unternehmenskultur, Betriebliche Gesundheitsförderung, Ergonomie, Arbeitszeitmodelle, Führung und Weiterbildung – das sind für die Wiener Linien Schlüsselfaktoren für ein langes Arbeitsleben. Deshalb setzt man verschiedene Initiativen, um sich der demografischen Entwicklung zu stellen.

Auch vor einem so großen Unternehmen wie den Wiener Linien macht die demografische Entwicklung nicht halt. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt bereits bei 41 Jahren. Wenngleich die Parameter, die ein langes Arbeitsleben ermöglichen, vielfältig sind, so hat sich doch herauskristallisiert, dass es einige besonders wichtige Einflussfaktoren gibt, wie etwa Unternehmenskultur, Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Ergonomie, Arbeitszeitmodelle, Führung und Weiterbildung.
Aus diesem Grund wird im gesamten Unternehmen Augenmerk auf Maßnahmen gelegt, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglichen, möglichst lange in ihrem Beruf zu verbleiben.

Unternehmenskultur mit Fokus auf Gesundheit

Die Basis bildet die Unternehmenskultur, die sehr weit entwickelt ist: Die Wiener Linien haben ein Unternehmensleitbild, in dem Werte wie Anerkennung, Weiterbildung und Gesundheit eine führende Rolle spielen. Darüber hinaus wurden Abteilungsleitbilder entworfen, die auch Visionen enthalten wie: „Unsere MitarbeiterInnen gehen gesünder nach Hause, als sie in die Arbeit gekommen sind.“ Auch Anerkennungskultur wird gelebt, wobei eigens ausgebildete Anerkennungscoaches Führungskräfte im kompetenten Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützen. Außerdem erhalten Führungskräfte ihrer Führungsebene entsprechende umfassende Schulungen.Weiters wird an der Stärkung der Arbeitgebermarke gearbeitet, und 2016 erhielten die Wiener Linien die Gütesiegel „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ und das „Gesundheits-Gütesiegel für das Engagement im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung“.

Verschiedene Faktoren maßgeblich

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Linien können verschiedene Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Anspruch nehmen. Im Bereich des Arbeitnehmerschutzes werden Evaluierungen und Begehungen aller Arbeitsplätze durchgeführt. In allen Bereichen wird auf ergonomische Maßnahmen geachtet, wie z. B. die richtige Arbeitshöhe, ausreichende Hebehilfen, gute Beleuchtung, Lärmschutz etc.
Neben der üblichen Persönlichen Schutzausrüstung werden auch spezielle Ausrüstungen wie Bildschirmbrillen, optische Schutzbrillen, angepasster Gehörschutz, Hosen mit Kniepolstern, orthopädische Zurichtungen von Sicherheitsschuhen etc. angeboten. Für die Lehrlinge finden eigene Schulungen zum Thema Arbeitnehmerschutz (Handverletzungen, Ergonomie etc.) statt.

Verschiedene Arbeitszeitmodelle

Was die Arbeitszeitmodelle betrifft, so muss erwähnt werden, dass öffentliche Verkehrsunternehmen nicht ohne wechselnde Dienstschichten (z. B. Fahrdienst) und Nachtarbeit (z. B. Gleisbau und Gleiserhaltung) auskommen. Bei den Wiener Linien gibt es zahlreiche Arbeitszeitmodelle, wobei Elternteilzeit und Altersteilzeit bereits in einigen Bereichen genutzt werden. Zu diesem Thema laufen derzeit noch Projekte.
In einigen Bereichen hat man auch die Möglichkeit, Mischarbeit zu leisten (z. B. Straßenbahnfahrer, Buslenker wird tageweise in der Werkstätte eingesetzt). Ein Schritt in die Zukunft wird auch sein, vermehrt auf altersgemischte Teams zu achten.

Weiterbildung an die Bedürfnisse angepasst

Auch der Einflussfaktor Weiterbildung ist den Wiener Linien ein Anliegen. Die meisten Schulungen finden in der Arbeitszeit statt, die Kosten dafür werden mehrheitlich vom Unternehmen getragen bzw. gibt es einen Ausbildungskostenrückersatz. Alle Fahrbediensteten erhalten, da sie aufgrund der wechselnden Dienstzeiten oft nicht an den angebotenen Weiterbildungen teilnehmen können, eine Bildungswertkarte für die Volkshochschule, wo sie Kurse ihrer Wahl besuchen können.

Auf dem  Weg in die Zukunft

Auf dem Weg in die Zukunft werden folgende Ziele noch weiter verfolgt werden:

  • weitere Stärkung des Gesundheitsbewusstseins
  • Ausbau des Betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements
  • Ausweitung der Mischarbeit
  • „altersgerechte“ Arbeitszeitmodelle, die ein längeres Berufsleben ermöglichen
  • verbesserter Wissenstransfer mit optimaler Nachfolgeplanung

BGF bei den Wiener Linien

Folgende Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Linien in Anspruch nehmen:

  • Vorsorgeuntersuchung bei der eigenen Betriebskrankenkasse mit bis zu sechs Gesundheitstagen in einer modernen Therme
  • Bewegungsangebote wie Nordic Walking, After-work-Fitness, Fitnessräume, Begünstigungen in Fitness-Centern
  • Physikalische Therapie, Massagen im Fahrdienst
  • Ernährungsberatungen „G’sunde Linie“ in Gruppen oder in Einzelgesprächen
  • Arbeitsmedizinische Angebote wie Impfungen (FSME, Grippe, Tetanus, Hepatitis, Pneumokokken), Schlaf-Screening und HRV (Herzratenvariabilitätsmessungen)
  • Arbeitspsychologische Angebote wie Konfliktberatung, Mediation, Biofeedback, PMR nach Jacobson, Einzelberatungen
  • Nach belastenden Vorfällen steht ein Kriseninterventionsteam „Sozius“ zur Verfügung.

Unternehmensdaten der Wiener Linien

Die Wiener Linien GmbH & Co KG ist ein öffentliches Verkehrsunternehmen mit ca. 8.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Davon arbeiten rund 4.600 Personen im Fahrdienst, 2.000 in Werkstätten, 1.200 im Gleisbau und 800 in der Verwaltung. Das Unternehmen betreibt 149 Linien (5 U-Bahn-, 29 Straßenbahn- sowie 115 Bus-Linien) und befördert etwa 940 Millionen Fahrgäste pro Jahr.

Dr.in Yvonne Popper-Wawronek
R27 Arbeitnehmerschutz/Stabsstellenleitung
Wiener Linien GmbH & Co KG
Erdbergstraße 202, 1030 Wien
yvonne.popper-wawronek@wienerlinien.at
www.wienerlinien.at

Zusammenfassung

Bei den Wiener Linien setzt man verschiedene Initiativen, um sich den Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu stellen.

Artikel weiterempfehlen