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Sichere Arbeit

Gesundheitliche Effekte langer und flexibler Arbeitszeiten

ARBEITSWISSENSCHAFT

Lange und flexible Arbeitszeiten stellen Risikofaktoren für die Sicherheit, die Gesundheit und das soziale Wohlbefinden der Mitarbeiter dar. Erstrebenswert ist daher eine Arbeitszeitgestaltung, die anhand arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse und Kriterien erfolgt, die Art und Intensität der arbeitsbedingten Belastung berücksichtigt und den Mitarbeitern Gestaltungsspielräume eröffnet.

Im Jahr 2008 erlitten 2,3 Prozent der Erwerbstätigen in Europa einen arbeitsbedingten Unfall, der zu Fehlzeiten führte, 5,3 Prozent blieben krankheitsbedingt der Arbeit fern. Eine hohe Intensität der arbeitsbedingten Belastung, wie etwa große physische oder psychische Belastung, erhöht das Risiko für Erkrankungen und Unfälle erwartungsgemäß deutlich. Arbeit vollzieht sich jedoch auch immer in der Zeit. Damit bestimmt die Arbeitszeitgestaltung sowohl die Dauer der Exposition gegenüber der arbeitsbedingten Belastung (durch die Arbeitsdauer) als auch deren Lage, d. h. wann diese Belastung auf die Erwerbstätigen einwirkt (z. B. Schichtarbeit) und wie die Belastung zeitlich verteilt wird (wie etwa durch die Pausengestaltung). Darüber hinaus beeinflusst die Arbeitszeitgestaltung die Zeit für Schlaf und Erholung, soziale Teilhabe und Freizeitaktivitäten.

Arbeitszeiten werden üblicherweise durch verschiedene Merkmale charakterisiert: Dauer (bezogen auf den jeweiligen Bezugszeitraum, z. B. tägliche, wöchentliche, Lebensarbeitszeit), Lage (z. B. Tag- oder Nachtarbeit), Verteilung und Dynamik (Abfolge von Arbeits- und Ruhezeiten), Vorhersehbarkeit/Planbarkeit/Stabilität (wie lange im Voraus die Arbeitszeiten bekannt und wie verlässlich sie sind) sowie Dispositionsspielraum oder Einfluss auf die Arbeitszeiten, mit dem Arbeitgeber oder Arbeitnehmer oder beide die Arbeitszeiten festlegen. In diesem Zusammenhang wird daher oft von selbst- oder fremdbestimmten Arbeitszeiten gesprochen. Eine besondere Bedeutung kommt den "flexiblen Arbeitszeiten" zu, die immer wieder als unabdingbare Voraussetzung genannt werden, um Unternehmen an Marktbedingungen anpassen und wettbewerbsfähig halten zu können. Was ist jedoch unter "flexiblen Arbeitszeiten" zu verstehen? Nach einer Definition von Costa et al. (1) beinhalten flexible Arbeitszeiten "eine kontinuierliche Wahlmöglichkeit seitens der Unternehmen, der Mitarbeiter oder beider Seiten bezüglich des Umfangs (Chronometrie) und der zeitlichen Verteilung (Chronologie) der Arbeitszeiten". Wesentlich für flexible Arbeitszeitsysteme ist demnach die Möglichkeit ihrer Anpassung an wechselnde Anforderungen.

Die Arbeitswissenschaft verfolgt das Ziel, die Arbeit an den Menschen anzupassen, um effektive und effiziente, aber auch gesunde und sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Daher sollen die Auswirkungen langer und flexibler Arbeitszeiten hier genauer betrachtet werden, um Empfehlungen für die Gestaltung sicherer, gesunder und sozial verträglicher Arbeitszeiten ableiten zu können.

Lange Arbeitszeiten und Sicherheit

Lange tägliche und wöchentliche Arbeitszeiten erhöhen die arbeitsbedingte Belastung und Beanspruchung und verringern gleichzeitig die Zeit für Schlaf und Erholung. Die Erwerbstätigen beginnen daher den nächsten Arbeitstag oder die neue Arbeitswoche bereits mit noch nicht vollständig rückgebildeten Beanspruchungsfolgen, z. B. erhöhter Erschöpfung oder Ermüdung. Wenn dies über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgt, ist mit einer Kumulation der Beanspruchungsfolgen zu rechnen, was kurzfristig zu einem erhöhten  Unfallrisiko und langfristig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. So steigt das Unfallrisiko ab der achten oder neunten Arbeitsstunde bereits exponentiell an. Auch hinsichtlich langer wöchentlicher Arbeitszeiten konnte gezeigt werden, dass das Unfallrisiko mit einer zunehmenden Anzahl von Stunden pro Woche kontinuierlich ansteigt. Lange Arbeitszeiten haben jedoch nicht nur direkte Auswirkungen auf die Sicherheit der Erwerbstätigen. Auch die öffentliche Sicherheit kann durch lange Arbeitszeiten beeinträchtigt werden, wie sich am Beispiel der Patientensicherheit in der Krankenpflege zeigen ließ.

Lange Arbeitszeiten und Gesundheit

Lange Arbeitszeiten haben nicht nur Auswirkungen auf die Sicherheit, sondern können auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. So ist fest zu stellen, dass die Zahl jener Personen, die bei langen Arbeitszeiten keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufweisen, deutlich abnimmt - vier verschiedene Stichproben aus der Europäischen Union und Deutschland stimmen diesbezüglich überein. Lange Arbeitszeiten können darüber hinaus das Risiko von Einzelbeschwerden - von Magenbeschwerden über psychische Beeinträchtigungen und Schlafstörungen bis hin zu Herzkrankheiten und Diabetes (siehe auch Review von Caruso et al. [3]) - erhöhen. Insbesondere in Kombination mit hoher Arbeitsbelastung oder weiteren potenziell ungünstigen Arbeitszeitbedingungen wie Nacht- und Schichtarbeit oder Arbeit zu sozial beeinträchtigenden Zeiten, etwa abends und am Wochenende, werden die negativen gesundheitlichen und sozialen Effekte langer Arbeitszeiten weiter verstärkt.


Flexible Arbeitszeiten und Sicherheit

Zu den Auswirkungen flexibler oder irregulärer Arbeitszeiten auf die Sicherheit der Beschäftigten ist bislang nur wenig bekannt. Wenn jedoch flexible Arbeitszeiten zu langen Arbeitszeiten, unregelmäßigen Erholungsperioden oder Arbeit an Abenden, in der Nacht oder am Wochenende führen, so ist mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko zu rechnen. Aus der Schichtarbeitsforschung weiß man beispielsweise, dass das Unfallrisiko an Abenden und in der Nacht deutlich höher ist als am Tag und außerdem mit zunehmender Arbeitsdauer ansteigt (siehe oben).

Flexible Arbeitszeiten und Gesundheit

Der Mensch unterliegt sowohl biologischen Rhythmen, wie etwa dem Circadianrhythmus, der den Wach- und Schlafrhythmus bestimmt, als auch sozialen Rhythmen: Durch die Gesellschaft wird normativ bestimmt, wann welche sozialen und welche Freizeitaktivitäten ausgeführt werden können oder sollten. Daher ist unsere westliche Gesellschaft immer noch eine Abend- und Wochenendgesellschaft, entgegen vielfachen Bemühungen, diese in eine Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft zu verwandeln. Aus diesem Grund können Arbeitszeiten biologischen und sozialen Rhythmen des Menschen entgegenlaufen oder damit desynchronisiert sein, wenn sie sehr variabel oder irregulär sind oder Abend-, Nacht- und/oder Wochenendarbeit beinhalten. Durch eine hohe Variabilität der Arbeitszeit können daher gesundheitliche und soziale Beeinträchtigungen entstehen, und dies sowohl bei Teilzeit- als auch bei Vollzeitarbeit.

Ein weiteres wesentliches Merkmal flexibler Arbeitszeiten ist das Ausmaß des Einflusses auf die eigene Arbeitszeit. Im Falle selbstbestimmter flexibler Arbeitszeiten kann mit weniger gesundheitlichen Beeinträchtigungen gerechnet werden als bei unternehmens- oder fremdbestimmten flexiblen Arbeitszeiten. Allerdings werden die negativen Effekte einer hohen Arbeitszeitvariabilität durch den eigenen Einfluss lediglich gemindert, nicht aber vollständig aufgehoben.  Demnach können auch vollständig selbstbestimmte Arbeitszeiten zu gesundheitlichen Beschwerden führen, insbesondere wenn sie sehr variabel sind. Es ist also fest zu stellen, dass Schlafstörungen bei Schichtarbeit, hoher Arbeitszeitvariabilität und geringem Einfluss auf die Arbeitszeitgestaltung erhöht sind, und zwar einzeln ebenso wie in einer Kombination dieser Merkmale.

Neben dem Einfluss auf die Arbeitszeitgestaltung ist auch die Verlässlichkeit eines bestehenden Arbeitszeitplans ein wichtiges Merkmal, besonders bei variablen Arbeitszeiten. So erhöhen beispielsweise häufige Abweichungen von den geplanten/vorgesehenen Arbeitseinsätzen das Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen und haben selbstverständlich einen negativen Einfluss auf geplante Freizeitaktivitäten.

Gestaltungsempfehlungen

Auf Basis der oben dargestellten Erkenntnisse über die Auswirkungen langer und flexibler Arbeitszeiten lassen sich einige Grundsätze für die Arbeitszeitgestaltung ableiten.

Massierung der Arbeitsdauer vermeiden

Da das Unfallrisiko ebenso wie das Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen mit zunehmender Arbeitszeit ansteigt, sollte grundsätzlich eine Massierung der Arbeitszeit - wie überlange tägliche Arbeitszeiten und lange Arbeitsperioden ohne Ruhezeiten (wöchentlich, monatlich, jährlich oder über das Arbeitsleben hinweg) - vermieden werden. Dabei gilt es insbesondere auf eine gleichmäßige Verteilung der Arbeits- und Ruhezeiten zu achten. Da das Unfallrisiko ab der achten Arbeitsstunde exponentiell ansteigt, sind längere Schichten bereits als sicherheitskritisch einzustufen, besonders bei hoher Arbeitsbelastung. Die Arbeitszeit ist daher an die Belastung anzupassen: Lange Arbeitszeiten sollten nicht mit hoher Belastung verknüpft werden. Es ist wichtig darauf zu achten, dass beeinträchtigende Beanspruchungsfolgen möglichst vermieden, zumindest aber durch entsprechende Ruhezeiten vollständig zurückgebaut werden können.
 
Empfehlungen für die Gestaltung flexibler Arbeitszeiten 

Für die Gestaltung flexibler Arbeitszeiten gelten grundsätzlich dieselben Kriterien wie für die anderer Arbeitszeiten. Flexible Arbeitszeiten sollten nicht zu langen Arbeitsperioden führen oder mit solchen verknüpft werden. Da eine hohe Variabilität der Arbeitszeit (d. h. irreguläre, unregelmäßige Zeiten) mit gesundheitlichen und sozialen Beschwerden verbunden ist, sollte die Variabilität nach Dauer und Lage in engen Grenzen gehalten werden. Da Arbeit an Abenden und/oder am Wochenende dem sozialen Rhythmus der Gesellschaft entgegenläuft, sind diese Arbeitsformen ebenfalls mit einem erhöhten Beeinträchtigungsrisiko verbunden und sollten daher so gering wie möglich gehalten werden. Darüber hinaus ist es für die Erholung und die Teilhabe am sozialen Leben wichtig, ausreichende Ruhezeiten zwischen zwei Arbeitsabschnitten zu haben. Daher wird grundsätzlich empfohlen, freie Tage - Gleiches gilt auch für Arbeitstage - immer zusammenhängend und nicht einzeln zu gewähren. Insbesondere ein freies Wochenende (und hier besonders der Sonntag) ist wesentlich für Erholung und soziale Aktivitäten.

Flexible Arbeitszeiten sollten zudem nicht nur für den Arbeitgeber flexibel sein, sondern auch den Mitarbeitern Gestaltungsspielräume eröffnen. Schon bei der Einführung dieser Arbeitszeitform gilt es darauf zu achten, die Beschäftigten einzubeziehen und die Grundlagen der Arbeitszeitgestaltung zu vermitteln. Auch flexible Arbeitszeiten können und sollten in gewissem Rahmen im Voraus geplant werden, um den Mitarbeitern planbare und verlässliche Zeiten für Arbeit und Freizeitaktivitäten zu gewähren. Wenn flexible Arbeitszeiten gegen bestehende Gestaltungsgrundsätze verstoßen (müssen), heißt es auf eine angemessene Kompensation achten. So sollte bei zeitweise verlängerten oder sozial ungünstig gelegenen Arbeitszeiten keine monetäre Kompensation erfolgen, sondern Arbeitszeit mit zusätzlicher arbeitsfreier Zeit verrechnet werden, um den betroffenen Mitarbeitern die Re-Synchronisation zu ermöglichen. Die Verrechnung der Arbeitsstunden sollte dabei beanspruchungsbezogen erfolgen. Das heißt, dass sich eine zehnte Arbeitsstunde arbeitswissenschaftlich nicht einer ersten Arbeitsstunde gleichsetzen lässt, da die Belastung durch eine Stunde ungleich höher ist. Aus dem sozialen Rhythmus ergibt sich zudem ein wesentlich höherer sozialer Wert der Abend- und Wochenendstunden - daher lässt sich etwa Arbeit an einem Sonntag nicht angemessen mit einem freien Mittwoch kompensieren. (Das Gesundheitsrisiko von Beschäftigten mit Sonntagsarbeit ist vergleichbar mit dem von Beschäftigten ohne Sonntagsarbeit, die 15 Wochenstunden mehr arbeiten. Dies deutet eher darauf hin, dass eine Kompensation durch zwei zusätzliche freie Tage angemessen wäre, siehe auch Wirtz & Nachreiner [5].). Flexible Arbeitszeiten sollten zudem im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich ihrer Risken bewertet und gegebenenfalls umgestaltet werden.

Praktische Handlungshilfen

Arbeitswissenschaftliche Empfehlungen zur Arbeitszeitgestaltung sind in diversen Broschüren und Handlungshilfen (z. B. zur Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin [6] oder zur Gestaltung flexibler Arbeitszeiten von Janßen und Nachreiner [7]), aber auch online verfügbar, wie etwa auf der umfangreichen Plattform "Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Arbeitszeitgestaltung und die Planung von Schichtarbeit in der Produktion" der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), abrufbar unter inqa.gawo-ev.de. Diese Webseite enthält neben weitreichenden Informationen und Literatur zum Thema Arbeitszeit auch ein Online-Tool zur Arbeitszeitbewertung; dabei können Arbeitszeiten oder Schichtpläne eingegeben und automatisch auf gesundheitliche und soziale Risken geprüft werden. Darüber hinaus wird die Einhaltung deutscher und europäischer Gesetzesregelungen zur Arbeitszeit überprüft. Die Österreichische Sozialversicherung bietet weiters online eine Übersicht über das Arbeitsrecht (8).

Fazit

Um die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern, sollte die Arbeitszeitgestaltung anhand arbeitswissenschaftlicher Kriterien erfolgen, die Art und Intensität der arbeitsbedingten Belastung berücksichtigen und auch den Mitarbeitern Gestaltungsspielräume eröffnen. 

Literaturverzeichnis
1) Costa G., Akerstedt T., Nachreiner F., Baltieri F., Carvalhais J., Folkard S., et al. (2004). Flexible working hours, health, and well-being in Europe: some considerations from a SALTSA project. Chronobiol Int. 21:831-44.
2) Hänecke K., Tiedemann S., Nachreiner F., Grzech-Sukalo H. (1998). Accident risk as a function of hour at work and time of day as determined from accident data and exposure models for the German working population. Scand J Work Environ Health. 24 Suppl 3:43-8.
3) Caruso CC., Hitchcock EM., Dick RB., Russo JM., Schmit JM. (2004). Overtime and Extended Work Shifts: Recent Findings on Illnesses, Injuries, and Health Behaviors. Cincinnati: National Institute for Occupational Safety and Health.
4) Wirtz A. (2010). Gesundheitliche und soziale Auswirkungen langer Arbeitszeiten. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Abrufbar unter
  www.baua.de [abgerufen am 18.1.2012]
5) Wirtz A., Nachreiner F., Rolfes K. (2011). Sonntagsarbeit - Auswirkungen auf Sicherheit, Gesundheit und Work-Life-Balance der Beschäftigten. Z Arbeitswiss. 65(2):134-146.
6) Beermann B. (2005). Leitfaden zur Einführung und Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
7) Janßen D., Nachreiner F. (2006). Flexibilisierung und Verlängerung von Arbeitszeiten. Der Personalrat. 9:370-3.
8) Österreichische Sozialversicherung. Arbeitszeitrecht.
 www.sozialversicherung.at [abgerufen am 17.1.2012]

Weitere Literaturangaben sind auf Anfrage bei der Autorin erhältlich.

Dr. phil. Anna Wirtz
Dipl.-Psych
Department of Environmental Health, Harvard School of Public Health, Boston, MA, USA
Center for Injury Epidemiology, Liberty Mutual Research Institute for Safety, Hopkinton, MA, USA
Landmark Center, 3-49-7
401 Park Drive
Boston, MA 02215, USA
Tel.: +1 508 596 43 19
Fax: +1 508 435 34 56
awirtz@hsph.harvard.edu 

Zusammenfassung

Lange und flexible Arbeitszeiten stellen Risikofaktoren für die Sicherheit, Gesundheit und das soziale Wohlbefinden der Mitarbeiter dar. Generell gilt, dass das Risiko für Unfälle und gesundheitliche sowie soziale Beeinträchtigungen mit zunehmender Arbeitsdauer und -variabilität ansteigt. Insbesondere in Kombination mit weiteren potenziell ungünstigen Arbeitszeitbedingungen - wie Nacht- und Schichtarbeit oder Arbeit zu sozial ungünstigen Zeiten, etwa abends und am Wochenende - werden die Effekte langer und variabler Arbeitszeiten weiter verstärkt. Die Arbeitszeitgestaltung sollte daher anhand arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse und Kriterien erfolgen, Art und Intensität der arbeitsbedingten Belastung berücksichtigen und auch den Mitarbeitern Gestaltungsspielräume eröffnen.

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