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Sichere Arbeit

Wenn Alkohol zum Risiko wird

PRÄVENTION

Wer alkoholisiert arbeitet, gefährdet sich selbst und seine Kollegen. So ist die Gefahr von Arbeitsunfällen unter Alkoholeinfluss dramatisch höher. Gleichzeitig entsteht den Betrieben etwa durch hohe Fehlzeiten und geringere Produktivität des alkoholkranken Mitarbeiters wirtschaftlicher Schaden - Probleme, die nicht im Alleingang zu lösen sind.

Alkohol ist in Österreich die Volksdroge Nummer eins. Auf der Beliebtheitsskala rangiert dabei Bier mit einem Jahres-Pro-Kopf-Verbrauch von rund 108 Litern vor Wein mit rund 32 Litern. Allein aus diesen Zahlen wird klar, dass alkoholische Getränke ein enormer Wirtschaftsfaktor sind. Ein enormer Wirtschaftsfaktor sind allerdings auch die negativen Auswirkungen eines übermäßigen Alkoholkonsums. "Wir leben in einer ausführlichen Alkoholkultur", hält dazu Manfred Geishofer fest, Geschäftsführer von "b.a.s. (betrifft abhängigkeit und sucht)", der Steirischen Gesellschaft für Suchtfragen. "Vor 20 Jahren war es sogar noch üblich, Alkohol am Arbeitsplatz zu trinken. Heute gibt es allerdings das Bewusstsein, dass sich Alkohol und Arbeitsleistung nicht vertragen." Und er zitiert US-amerikanische Studien, die das untermauern. So fehlt ein Alkoholabhängiger 16 Mal so oft im Betrieb und ist 2,5 Mal häufiger im Krankenstand. "Das Stanford Research Institute hat außerdem herausgefunden, dass Alkoholkranke nur etwa 75 Prozent der Leistung erbringen - bei 100 Prozent Gehalt", ergänzt Geishofer. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Schaden, der dadurch entsteht, dass das Betriebsklima durch Alkoholiker längerfristig belastet ist. Gleiches gilt für deren vorzeitiges Ausscheiden aus dem Betrieb - vor allem, wenn es sich um qualifizierte und/oder leitende Mitarbeiter handelt.

So weit, so schlecht. Besonders dramatisch wird es, wenn es nicht mehr nur ums Geld geht, sondern um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So ist im Schnitt jeder vierte Arbeitsunfall auf Alkohol zurückzuführen, wobei Alkoholabhängige 3,5 Mal so oft in Arbeitsunfälle verwickelt sind. Außerdem gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Grad der Alkoholisierung und der Schwere des Unfalls: Bei etwa 40 Prozent der tödlich verlaufenden Arbeitsunfälle ist Alkohol im Spiel.

Auch wenn wie bei anderen Süchten bei der Alkoholkrankheit viele unterschiedliche Aspekte mitspielen, so gibt es doch berufliche Faktoren. "Unsichere Karrieren, schlechtes Arbeitsklima, Burnout, Demotivation, unregelmäßige Nachtdienste - das alles führt oft zu chronobiologischen Störungen, Stimmungsschwankungen und damit auch zur Alkoholeinnahme", erzählt Univ.Prof. Otto Lesch, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Suchtmedizin. Und natürlich sind auch Personen vielleicht nicht sucht-, aber doch gesundheitlich gefährdet, wenn sie durch Mittrinken besser verdienen - zum Beispiel Kellner. Gefährdet sind weiters Menschen, die mit hoher Motivation in einen Beruf starten, nur um dann festzustellen, dass sie ständig gegen Mauern laufen. Oder wenn sie in Berufen arbeiten, in denen Überforderung durch permanenten Zeitdruck herrscht. Natürlich gibt es auch jede Menge privater Probleme, die zu Alkoholismus führen, wie Scheidungen etc. Das wirkt sich natürlich ebenfalls beruflich aus.

Alkoholismus ist ein Männerproblem

Das im Auftrag des Gesundheitsministeriums herausgegebene "Handbuch Alkohol - Österreich" zeigt, dass Alkoholismus ein Männerproblem ist. Geishofer führt das zu einem großen Teil auf das traditionelle Rollenverständnis zurück. Frauen suchen bei seelischen Störungen und äußeren Belastungen eher professionelle Hilfe. "Ein Mann geht nicht zum Psychiater, er trinkt."  Während laut Handbuch bei den über 15-Jährigen 45 Prozent der Frauen abstinent sind (weniger als viermal pro Jahr Alkohol konsumieren), sind es nur 25 Prozent der Männer. 20 Prozent der Frauen und 42 Prozent der Männer trinken zumindest an einem von zwei Wochentagen, zwei Prozent der Frauen und neun Prozent der Männer täglich. Das bedeutet, dass derzeit geschätzt 340.000 Österreicherinnen und Österreicher als alkoholkrank einzustufen sind, in etwa die gleiche Anzahl muss als gefährdet bezeichnet werden. Rein statistisch gesehen ist bereits in einem Zehn-Mann-Betrieb eine Person tätig, die im Laufe ihres Lebens alkoholkrank wird.

Bei Betrieben mit 100, 500, 1.000 oder mehr Mitarbeitern wird das zu einem Faktor mit enormen Auswirkungen. Auch wenn Alkohol in unserer Gesellschaft auf breite Akzeptanz stößt, ist die Sucht selbst ein Tabuthema. So reagieren Kollegen und Vorgesetzte mit Negieren, Ignorieren oder Hilflosigkeit. Überreaktionen sind ebenso häufig anzutreffen wie inadäquate Hilfe oder disziplinäre Maßnahmen. Am Schluss steht oft genug die Kündigung.

Österreich hat noch aufzuholen 

Die ideale Vorgangsweise laut Lesch: "Chefs und Chefinnen sollten ein Klima erzeugen, in dem die Leute Vertrauen untereinander haben und über ihre Probleme sprechen können. Wichtig ist auch eine gerechte Entlohnung - Ausbeutung ist immer problematisch. Und man sollte den Mitarbeitern den Talenten entsprechende Tätigkeiten geben." Das ist zwar eine gute Basis, trotzdem wird eine Strategie benötigt, wie man mit Alkoholkranken am besten umgehen kann. "Deutschland ist Österreich um Jahrzehnte voraus", erzählt Manfred Geishofer von b.a.s. "Bei uns in der Steiermark hat man erst Mitte der 1990er-Jahre wirklich begonnen. Die Betriebe sehen inzwischen, dass es keine karitative Leistung ist, sondern dass betriebswirtschaftliche Verluste vermindert werden können." Die Umwegrentabilität kann sich laut Geishofer sehen lassen: Jeder ausgegebene Euro bringt seinen Angaben zufolge erfahrungsgemäß vier Euro zurück. Ein Beispiel aus der Praxis: Walter H., 39, öffentlich Bediensteter (alle Angaben geändert), wird geschieden und gerät in eine Lebenskrise. Es dauert nicht lange, bis er bei seiner Arbeit auffällig wird: Er kommt öfter zu spät, hat manchmal eine Fahne, ist zeitweise nicht am Arbeitsplatz. Montags- und Kurzkrankenstände nehmen zu. Seine Kollegen, von denen H. geschätzt wird, schützen ihn und entschuldigen ihn immer wieder bei seinem Vorgesetzten. Seine Lage sei verständlich, er sei ein armer Kerl, der nichts dafür könne, wird als Argument dafür vorgebracht. Erst als sie umschwenken, bekommt der Chef Wind von der Sache.

Deshalb sind auch 1,5 Jahre seit den ersten Anzeichen vergangen, als er von der Führungskraft zu einem Gespräch gebeten wird. Dabei verharmlost H. das Problem und verspricht Besserung. Als nach drei Wochen vereinbarte Ziele wie Pünktlichkeit nicht erfüllt werden, gibt es das zweite Gespräch. Es folgen Versprechungen, die wieder nicht eingehalten werden. "Nach dem dritten Gespräch schließlich ist H. mit seinem Vorgesetzten zu uns gekommen. Er war einsichtig, dass er ein Problem hat und es nicht allein schafft", erzählt Geishofer. Zehn Beratungsgespräche brachten eine Stabilisierung. Nach drei Monaten Abstinenz gab es schließlich einen Rückfall - Geishofer: "Das ist die klassische Krisenzeit" -, der mit acht Wochen stationärem Entzug in den Griff gebracht wurde. Es folgte eine Nachbetreuung bei der b.a.s. "Seit drei Jahren ist H. stabil", freut sich der Suchtberater. Inzwischen suchen immer mehr Betriebe Rat bei der b.a.s. "Wir kooperieren zum Beispiel mit einer Bank, die Mitarbeiter,  die ein gewisses kritisches Stadium erreicht haben, direkt an uns überweist. Wir haben aber auch Kooperationsrichtlinien mit Betrieben, damit nicht alles an uns delegiert wird", erzählt Geishofer. "Ein Teil der Verantwortung liegt bei den Führungskräften. Sie müssen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beobachten und überprüfen, ob unsere Beratungen Auswirkungen zeigen."

Maßgeschneiderte Therapien, die zum Erfolg führen

Geishofer bedauert allerdings, dass es mit der Suchtforschung in Österreich nicht zum Besten steht. Außerdem würden wissenschaftliche Erkenntnisse hierzulande oft nur langsam in die Beratung und Behandlung von Alkoholkranken einfließen. Dem muss sich auch der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Suchtmedizin anschließen. In den Arztpraxen ortet Otto Lesch nach wie vor ein hohes Wissensmanko - und Vorurteile auch von Medizinern gegenüber Alkoholikern. Das verhindere immer noch zu oft, dass die Hilfesuchenden die optimale (medikamentöse) Betreuung erhielten. "Einfach zu sagen: 'Trinke weniger!‘, ohne die entsprechende Therapie anzubieten, ist ein Kunstfehler", lautet Leschs knappes Urteil. "Das wäre genauso, als würde man einem Diabetiker sagen, er solle kontrollierter essen, und ihm gleichzeitig das Insulin vorenthalten."

Univ.Prof. Henriette Walter von der Klinischen Abteilung für Sozialpsychiatrie der Medizinischen Universität Wien legt großen Wert darauf, dass die medikamentöse Therapie für den einzelnen Patienten maßgeschneidert ist. Denn viele der heute verfügbaren Medikamente wirken immer nur bei einem Teil der Alkoholabhängigen: Topiramat zum Beispiel bei jungen Menschen bis 25 Jahre, Acamprosat für Typ-1- und Typ-2-Alkoholiker der Klassifizierung nach Lesch (Alkoholkonsum aufgrund von biologischem bzw. psychologischem Verlangen). Darüber hinaus lassen sich so Kosten sparen, "weil nicht jeder alles bekommt". Aber Medikamente könnten niemals eine psychotherapeutische Behandlung ersetzen, stellt Walter klar. Für den Erfolg einer Therapie nennt sie folgende Grundvoraussetzungen: Die Patienten müssen für sich Gründe finden, weshalb es wert ist, den Alkohol aufzugeben. Zwang ist hier kontraproduktiv. Für das Erreichen einer Suchtfreiheit müssten die Ziele außerdem gemeinsam definiert und akzeptiert werden - und sie müssen realistisch sein. Sonst ist ein Scheitern vorprogrammiert.

Walter kritisiert, dass in den deutschsprachigen Ländern und sonst nur noch in den USA absolute Abstinenz und radikaler Entzug gefordert werden. Überall sonst wird die Trinkmengen-Reduzierung ("Cut Down Drinking") als weitere Therapiemöglichkeit forciert. Aber auch in Österreich setze langsam ein Paradigmenwechsel ein, meint sie. Schließlich hätten Studien gezeigt, dass sich mit der Trinkmengenreduzierung viele stationäre Entzüge und damit Spitalskosten vermeiden lassen. Die schrittweise Reduzierung des Alkoholkonsums wird unterstützt durch ein "Trinktagebuch", mit dem die Patienten einen täglichen Überblick über ihren Alkoholkonsum bekommen und so sehen, wie er ständig niedriger wird. Zusätzlich gibt es regelmäßige Kontrollen sowie eine Tablette Revia pro Tag. Dieses Medikament hemmt die euphorisierende Wirkung des Alkohols, senkt so die Gier nach Alkohol und erleichtert die Abstinenz. "Cut Down Drinking geht langsam über drei Monate, und man erlebt dabei etwas auf emotionaler Ebene: Man sieht, dass man den Alkoholkonsum tatsächlich kontrollieren kann. Und diese Erfahrung bringt mehr Motivation, man macht weiter", erzählt Walter. Zusätzliche Vorteile: Man nützt die Wartezeit auf ein Bett für den stationären Entzug, das man dann vielleicht gar nicht mehr braucht, schwere Entzüge werden vermieden, es gibt weniger Komplikationen, und die Selbstkontrolle wird unterstützt. "Das heißt, wir trauen unseren Patienten auch mehr zu. Deren persönliche Entwicklung wird gefördert, sie haben Erfolgserlebnisse. Durch die graduelle Gewöhnung an geringere Alkoholmengen gewöhnt man sich auch daran, weniger und weniger zu trinken. Damit verbessern sich Blutdruck, Depressionen, Folgekrankheiten." Ein zusätzlicher Faktor: Es kommt zu keinem Alkohol-Deprivationseffekt. Denn oft trinkt man nach einem Rückfall mehr als vor der Entwöhnung - ähnlich dem Jo-Jo-Effekt bei einer Diät. Die dritte Methode für den Alkoholentzug steht momentan noch an ihrem Anfang: Ersatzmedikamente für den Alkohol. Derzeit wird zum Beispiel Codein für schwer abhängige Patienten verwendet, bei denen alle anderen Therapien versagen. Walter verweist in diesem Zusammenhang auf Professor Albrecht Ulmer, der eine große Praxis in Stuttgart betreibt. Ulmer zeigt in einer Studie, dass er die problematischen Patienten so gut in der Therapie halten kann. An weiteren Ersatzmedikamenten wird derzeit weltweit geforscht.

Fazit

Alkohol am Arbeitsplatz ist ein schwerwiegendes gesundheitliches, soziales und (gesamt-)wirtschaftliches Problem, das nur dann in den Griff bekommen wird, wenn alle zusammenarbeiten: Alkoholkranke, Ärzte, Psychologen und Führungskräfte. Für Letztere gibt es übrigens eine sehr gute Informationsbroschüre, die in Zusammenarbeit vom Institut Suchtprävention pro mente OÖ mit der Drogenkoordinationsstelle des Landes OÖ, Arbeiterkammer OÖ, Wirtschaftskammer OÖ, Alkohol- und Drogenberatungsstellen sowie dem Institut für Arbeits- und Sozialrecht an der Johannes-Kepler-Universität Linz erstellt worden ist. Sie heißt "Alkohol und illegale Drogen am Arbeitsplatz"  (www.praevention.at/upload/products/AlkArbeitsplatz.pdf) und zeigt rechtliche Aspekte und Präventionsvorschläge auf.

Alkoholkonsum ist rasch im roten Bereich

Die Grenze, ab wann die konsumierte Alkoholmenge als gesundheitsgefährdend eingestuft wird, gibt das britische Health Education Council für einen Mann mit 60 Gramm reinem Alkohol pro Tag an. Das entspricht mehr als 1,5 Litern Bier bzw. 0,75 Litern Wein.
Bei Frauen liegt diese Grenze bei 40 Gramm reinem Alkohol (mehr als ein Liter Bier bzw. 0,5 Liter Wein). Diese Werte sind inzwischen auch über Publikationen der Weltgesundheitsorganisation WHO (zum Beispiel Anderson, 1990) international popularisiert worden. Daneben gibt es noch eine zweite von Experten anerkannte Variante der Gefährdungsgrenze: Sie stammt vom Health Education Board for Scotland und ist für Männer um ein Drittel niedriger (40 Gramm) und für Frauen halb so hoch (20 Gramm).
Die Harmlosigkeitsgrenze ist vergleichsweise rasch überschritten: Bei Männern sind es 0,6 Liter Bier bzw. 0,3 Liter Wein pro Tag, bei Frauen 0,4 Liter Bier bzw. 0,2 Liter Wein - laut Health Education Council. Aber auch hier gibt es niedrigere Werte. Zusätzlich empfehlen viele Experten zwei bis drei komplett abstinente Tage pro Woche.

Gesundheitsrisiko Alkohol

"Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!", schreibt Wilhelm Busch in der "Frommen Helene". Alkohol wirkt euphorisierend und anfangs angstlösend und antidepressiv. Bei regelmäßigem und hohem Konsum kehrt sich die Wirkung aber um, Ängste und Depressionen werden sogar verstärkt. Auch sonst hat der Alkoholkonsum über die Harmlosigkeitsgrenze hinaus fatale Auswirkungen und zieht schwere Folgeerkrankungen nach sich: in Leber (Fettleber, Zirrhose etc.), Magen-Darm-Trakt (Entzündungen, Gastritis, Durchfall etc.), Herz (Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Bluthochdruck etc.), Bauchspeicheldrüse, Nieren, Skelettmuskulatur, Hormonhaushalt und Nervensystem. Weiters schädigt Alkohol ungeborene Kinder und ist auch bei zahlreichen Krebserkrankungen ein Risikofaktor. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Komplikationen, die sich durch Wechselwirkungen von Alkohol und verschiedensten Medikamenten ergeben. Dadurch gibt es auch bei Operationen bzw. der Nachbetreuung immer wieder Komplikationen und damit deutlich längere Spitalsaufenthalte.
Die Lebenserwartung von Alkoholabhängigen ist aus all diesen Gründen um 20 bis 25 Jahre verkürzt, allein in Österreich sterben jährlich 8.000 Menschen an den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums. EU-weit ist der Alkoholmissbrauch inzwischen nach Nikotin und erhöhtem Blutdruck sogar schon die dritthäufigste Ursache für einen vorzeitigen Tod bzw. eine chronische Krankheit.
(Quellen: Anton Proksch Institut, AKH, MedUni Wien)

Handbuch Alkohol - Österreich

Das "Handbuch Alkohol - Österreich" (Uhl et al.) ist in der dritten Auflage 2009 komplett überarbeitet worden und kann unter  www.api.or.at/sp/download/habaoe 2009a.pdf heruntergeladen werden. Seit der vierten Auflage ist das Handbuch in vier Bände unterteilt. Damit wollen die Autoren rascher als bisher zum Beispiel auf gesetzliche oder statistische Änderungen reagieren. Diese Teile werden außerdem in kürzeren Abständen veröffentlicht. Die ausführlichen theoretischen Teile werden hingegen in größeren Zeiträumen aktualisiert und publiziert.

Für zwei Bände sind aktuelle Versionen online erhältlich: Band 1 mit Statistiken und Berechnungsgrundlagen (www.api.or.at/sp/download/handbuch statistiken.pdf) und Band 2 mit einer Übersicht über die alkoholbezogenen Hilfs- und Behandlungsangebote in Österreich (www.api.or.at/sp/download/handbucheinrichtungen_2011.pdf).

Zusammenfassung

Rund 340.000 Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahren sind alkoholkrank. Für die Betroffenen ist das ein gesundheitliches, soziales und oft auch finanzielles Problem. Gleichzeitig sind die Unternehmen ebenfalls stark betroffen: durch deutlich höhere Fehlzeiten, verringerte Produktivität der Mitarbeiter, schlechtes Arbeitsklima etc. Parallel dazu steigt die Gefahr von Arbeitsunfällen dramatisch an. Während in der Vergangenheit ein radikaler Entzug als Standardmaßnahme befürwortet worden ist, gibt es heute maßgeschneiderte Therapien. Diese sind nicht nur effizienter, sondern verursachen in der Regel auch geringere Kosten.

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