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Sichere Arbeit
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Ausgabe 4 2014
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So sicher wie neu

INSTANDHALTUNG

Die Unfallrate bei Arbeiten der Instandhaltung ist vier Mal so hoch wie jene bei Routinearbeiten. Die Instandhaltung von Gebäuden und Anlagen umfasst alle Tätigkeiten der Wartung, Reparatur, Instandsetzung und Reinigung.

Eine gut geplante und von Fachkräften durchgeführte Instandhaltung verhindert nicht nur gefährliche Zwischen- und Störfälle, sondern gewährleistet auch einen effizienten und reibungslosen betrieblichen Ablauf in Gebäuden mit niedrigen Ausfallkosten. Ein gutes Instandhaltungskonzept trägt somit nicht nur zur Sicherheit für Instandhalter und Servicepersonal bei, sondern bringt auch finanzielle Vorteile mit sich. Instandhaltung ist eine Tätigkeit, die an jedem Arbeitsplatz und in allen Branchen durchgeführt wird. Sie gehört zu den täglichen Aufgaben der Arbeitnehmer und reicht vom einfachen Auswechseln der Leuchtmittel über Reinigungsarbeiten bis hin zu komplexen Sanierungsmaßnahmen. Folgende Verletzungen und Erkrankungen treten bei mit Instandhaltungstätigkeiten befassten Arbeitnehmern verstärkt auf:

Unterschiedliche Unfallrisiken wie Absturz oder Verletzungsgefahr durch herabfallende Teile,

  • Muskel- und Skeletterkrankungen (z. B. gebeugte, unbequeme Haltung),
  • Atemwegsprobleme durch Asbestbelastung,
  • Haut- und Atemwegserkrankungen (z. B. durch Kontakt mit Lösungsmitteln, Schmierstoffe, Stäube),
  • Erkrankungen durch biologische Gefahren.

Die Grundlage für eine sichere Instandhaltung bildet die durchdachte Planung der Instandhaltungsarbeiten: Was ist zu tun? Wie viel Zeit erfordert die Durchführung? Wie viele Arbeitnehmer sind notwendig, um die Arbeiten durchzuführen? Sind andere Personen im Arbeitsbereich betroffen? Welche Gefahren sind zu erwarten? Welches Werkzeug wird benötigt? Welche PSA ist erforderlich? Gibt es gesicherte Zugänge und Fluchtmöglichkeiten? Das sind nur einige Punkte, die es zu bedenken gilt.

Die in der Gefährdungsbeurteilung festgelegten Verfahren haben in konkrete Maßnahmen umgesetzt zu werden. Der Arbeitsplan muss auch unter Termindruck genau befolgt, ein Fehlverhalten von Mitarbeitern aufgrund von Stress ausgeschlossen werden können. Denn unvollständig ausgeführte oder mangelhaft geplante Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten können hohe Kosten, Unfälle oder Verletzungen verursachen.

Nach Finalisierung der Arbeiten erfolgt eine abschließende Überprüfung und Übergabe des Gebäudes mit Gewährleistung auf den betriebssicheren Zustand und die ordnungsgemäße Durchführung der Arbeiten. Im Idealfall werden die Berichte gemeinsam mit den Verantwortlichen und Durchführenden besprochen, das gewonnene Know-how fließt wieder in den Instandhaltungsprozess und in die Unterlagen für spätere Arbeiten ein.

"Instandhaltung von Gebäuden - So sicher wie neu", die Veranstaltungskampagne der AUVA, hat zum Ziel, einerseits das Bewusstsein für die Wichtigkeit von gut geplanter und sicherer Instandhaltung zu schaffen und andererseits sowohl bewährte als auch innovative Lösungen und Strategien der Instandhaltung zu präsentieren. Vorrangig soll auch das sinnvolle und harmonische Zusammenspiel zwischen Arbeitnehmerschutz und wirtschaftlich orientierter Denkweise vermittelt werden.

Termine
27. September 2011 - Wien
04. Oktober 2011 - Graz
11. Oktober 2011 - Innsbruck

Dipl.-Ing. Ernest Stühlinger, Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
Abteilung für Unfallverhütung und Berufskrankheitenbekämpfung
Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien
Tel.:  +43 1 331 11-990, Fax.: +43 1 331 11-347
Internet: www.auva.at 

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