AUVA Packen wir´s an

MSE-Prävention in der Pflege

Pflegetätigkeiten sind für das Muskel-Skelett-System besonders belastend. Bewegungskompetenz und der richtige Einsatz von Hilfsmitteln helfen dabei, gesund zu bleiben.
R. Reichhart

Kaum eine Berufsgruppe war in den letzten Monaten so gefordert wie die im Gesundheitsbereich Beschäftigten. Monate der Pandemie haben ihre Spuren hinterlassen – auch in Bezug auf Beschwerden des Bewegungs- und Stützapparats. Die AUVA setzte daher gleich an den Beginn ihres Schwerpunkts 2021/22 „Packen wir’s an!“ zur Prävention arbeitsbedingter Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) eine Informationsveranstaltung, bei der die Vorbeugung von MSE in Pflegeberufen im Fokus stand. Ergänzend wurde das AUVA-Merkblatt M 105 „Ergonomie in helfenden Berufen“ neu aufgelegt.

„Die Pflege ist einer der von MSE am stärksten betroffenen Berufe“, stellte DI Georg Effenberger in seinen einleitenden Worten zu der Veranstaltung, die am 22. Juni 2021 in Wien stattfand, fest. Allerdings gebe es auch eine gute Nachricht, so der Leiter der Abteilung für Unfallverhütung und Berufskrankheitenbekämpfung in der AUVA-Hauptstelle: Muskel-Skelett-Erkrankungen seien vermeidbar, man könne an vielen Punkten ansetzen, um ihre Entstehung zu verhindern.

Berufsspezifische Belastungen

Was sich an der derzeitigen Situation in der Pflege ändern sollte, beschrieb Dr. Isabel Kaufmann, Arbeitsmedizinerin in der Abteilung für Unfallverhütung und Berufskrankheitenbekämpfung in der AUVA-Hauptstelle, in ihrem Vortrag. Als charakteristische Merkmale von Pflegeberufen nannte sie eine hohe physische und psychische Belastung, atypische Arbeitszeiten und ein vergleichsweise geringes Einkommen. Zu den häufigen Belastungen im Pflegeberuf zählen Arbeit im Stehen bzw. unter Zwangshaltung, Heben und Tragen schwerer Lasten, ein durch Personalknappheit bedingter Pausenausfall sowie für einen Teil der Beschäftigten Schichtarbeit. „Das sind Bedingungen, die ans Limit führen können“, so die Arbeitsmedizinerin.

Daher verwundert es auch nicht, dass es laut dem Österreichischen Arbeitsklimaindex 65 Prozent der Pflegekräfte für unwahrscheinlich halten, ihren Beruf bis zur Pensionierung auszuüben. „Im Pandemiejahr haben sich die Belastungen wesentlich verstärkt. Das hat auch den politisch Verantwortlichen vor Augen geführt, dass das Pflegepersonal Rahmenbedingungen braucht, um gerne und ohne gesundheitliche Schäden bis zur Pension arbeiten zu können“, stellte Kaufmann mit Hinweis auf die vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz initiierte „Taskforce Pflege“ zur Reformierung der Pflege fest.

Das Kinaesthetics-Projekt

Bereits vor acht Jahren begann die AUVA mit der Umsetzung eines Projekts zur Verhinderung von MSE. „Die AUVA betreibt zwei Traumazentren, drei Unfallkrankenhäuser, drei Rehabilitationszentren und eine Rehabilitationsklinik mit insgesamt zirka 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich der Pflege. 2013 wurde beschlossen, die Pflegekräfte aller Einrichtungen mit Kinaesthetics zu schulen“, erinnerte sich Mag. Inge Köberl-Hiebler, Pflegekoordinatorin der AUVA, die die interne Projektleitung innehatte.

Die Pflege ist einer der von MSE am stärksten betroffenen Berufe.

DI Georg Effenberger

Das auf Deutsch auch als Kinästhetik bezeichnete Handlungskonzept wird in der Pflege angewandt, um die Bewegungskompetenz der Pflegenden zu verbessern. Sie werden geschult, die Bewegungen von Patientinnen und Patienten schonend zu unterstützen, wodurch sich Heben und Tragen zum Teil vermeiden lassen. Die bzw. der Pflegebedürftige erlernt gemeinsam mit der Pflegekraft den eigenen Fähigkeiten entsprechende Bewegungsabläufe.

Im Rahmen des von 2013 bis 2017 dauernden Projekts nahmen 1.169 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 82 Schulungen vom Grund- über den Aufbaukurs bis zur Ausbildung als Peer-Tutor bzw. -Tutorin teil. Für Führungskräfte gab es zwei Veranstaltungen zum Thema Kinaesthetics und Führung. Mit einer dreistufigen Evaluation wurde überprüft, ob sich die Gesundheitskompetenz der Teilnehmenden erhöht hatte, um Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats vorzubeugen. „Vor allem bei Nacken- und Schulterbeschwerden ist eine Verbesserung festgestellt worden“, fasste Köberl-Hiebler die Ergebnisse zusammen.

Vermeidbares Heben und Tragen?

Auch wenn Kinaesthetics und andere Pflegekonzepte selbstständige Bewegung von Patientinnen und Patienten fördern – ganz vermeiden lassen sich Heben und Tragen nicht, wie PDL DGKP Martin Benes, MSc, Pflegedienstleiter in den AUVA-Rehabilitationszentren Weißer Hof und Meidling, in seinem Referat feststellte. Er wies darauf hin, dass sich in der Pflege nicht so leicht wie in anderen Berufen steuern lässt, mit welchem Gewicht und Volumen man hantiert. So kann man beispielsweise von 50-kg- auf 25-kg-Zementsäcke umstellen – aber wie schwer ein Patient ist, ob er eine Bewegung unterstützt oder eine Abwehrhaltung einnimmt, ist individuell verschieden.

Mit Gegenspannung reagieren insbesondere Personen im neurologischen und im geriatrischen Bereich auf unter Zeitdruck durchgeführte Pflegehandlungen. Viele Pflegende sind bemüht, Stress von den Patientinnen und Patienten fernzuhalten, auch wenn sich dadurch für sie selbst höhere Belastungen ergeben. „Sorge ich um drei Uhr in der Nacht wirklich für die richtige Beleuchtung oder versuche ich, die Patientin bzw. den Patienten nicht aufzuwecken?“, überlegte Benes während seiner eigenen Nachtdienste. Bei schlechten Lichtverhältnissen beugt sich die bzw. der Pflegende oft weiter hinunter, um besser zu sehen, und nimmt dabei eine ergonomisch ungünstige Körperhaltung ein.

Wie sich der Arbeitsalltag auf den Stütz- und Bewegungsapparat auswirkt, hängt auch von den verwendeten Hilfsmitteln ab. Damit diese den optimalen Nutzen bringen, gibt es laut Benes mehrere Voraussetzungen: eine Einschulung in die korrekte Handhabung, die Verfügbarkeit und leichte Zugänglichkeit sowie die Bereitschaft zu Anwendung. Gerade in der rehabilitativen Pflege sei abzuwägen, wann man Hilfsmittel bewusst weglassen könne, um die Selbstständigkeit der Patientin bzw. des Patienten zu fördern – eine Entscheidung, für die Pflegende über ausreichend Bewegungskompetenz verfügen müssten.

Theorie und Praxis

Auf die Diskrepanz zwischen den theoretischen Möglichkeiten, die Pflegearbeit zu erleichtern, und den praktischen Herausforderungen im Pflegealltag wies auch der Sport- und Kommunikationswissenschafter Dr. Paul Scheibenpflug hin. „Pflege bleibt trotz aller Strukturiertheit institutionalisierte Improvisation“, zitierte er den Ausspruch einer Pflegerin und nannte als Beispiel für schlechte Planbarkeit einen Notfall auf der Station als Grund für das Ausfallen einer Pause. Vorhandene Hilfsmittel lassen sich nicht immer einsetzen – z. B. wenn die Bewegung eines Drehtellers der bzw. dem Pflegebedürftigen Angst macht, oder wenn sich eine Hebehilfe nicht bis zu einer auf dem Boden liegenden Person absenken lässt.

Manche den Stütz- und Bewegungsapparat stark belastende Situationen resultieren aus dem Fehlen technischer Hilfsmittel. Scheibenpflug schilderte den Fall einer Pflegerin, die beim Versuch, einer Patientin aus dem Bad zu helfen, einen Bandscheibenvorfall erlitt. „Besser wäre es, einen Badelift einzusetzen oder zu zweit zu arbeiten“, so Scheibenpflug. Letzteres bietet sich auch für „Ausflüge“ mit im Rollstuhl sitzenden Personen an: Wenn zwei Pflegekräfte mit ihren Patientinnen bzw. Patienten gemeinsam unterwegs sind, ist immer jemand zur Hand, der bei der Korrektur der Sitzposition oder beim Hineinheben, falls die bzw. der Pflegebedürftige aus dem Rollstuhl gefallen ist, helfen kann.

Psychische Belastungen

Wie wichtig soziale Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen, aber auch durch Vorgesetzte ist, zeigt eine deutsche Studie zum Risiko für MSE in der Pflege. Weitere Einflussfaktoren sind die Arbeitsdichte und die Möglichkeit, den Arbeitsalltag selbst zu gestalten. All diese Faktoren werden von Pflegekräften als unbefriedigend erlebt, so Mag. Martina Molnar, Gesundheits-, Arbeits- und Organisationspsychologin: „Je geringer die Arbeitszufriedenheit, desto höher ist das Erkrankungsrisiko. Das gilt auch für den Stütz- und Bewegungsapparat.“

Sowohl psychisch als auch physisch belastend ist Schichtarbeit, die von einem Gutteil der Pflegekräfte geleistet werden muss. „Wenn man in der Nacht arbeitet, hat man biologisch eine geringere Leistungsfähigkeit, einen schlechteren und kürzeren Schlaf, weniger Möglichkeiten für Sport und Kultur. Man sieht die eigene Familie seltener“, fasste Univ.-Doz. DI Dr. Johannes Gärtner, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens XIMES GmbH, wesentliche Belastungsfaktoren zusammen.

Entscheidend ist auch eine ausreichend lange Erholungszeit zwischen den Schichten. Die beim Pflegepersonal im Krankenhaus üblichen elf Stunden seien zu kurz, betonte Gärtner: „Niemand kann gleich einschlafen, wenn sie bzw. er nach der Schicht nach Hause kommt. Dadurch ergibt sich systematisch zu wenig Schlaf.“ Schichtdienst erhöht auch die Wahrscheinlichkeit für andere Gesundheitsprobleme, etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Dass Frauen mit einem mehrfachen Risiko konfrontiert sind, erläuterte Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, Professorin für Gendermedizin an der Universität Wien. So wirken sich bei älteren Frauen Durchschlafstörungen besonders negativ auf Herz und Kreislauf aus.

DI Georg Effenberger, Leiter der Abteilung für Unfallverhütung und Berufskrankheitenbekämpfung in der AUVA-Hauptstelle R. Pexa, MedUni Wien, privat
Dr. Paul Scheibenpflug, Sport- und Kommunikationswissenschafter R. Pexa, MedUni Wien, privat
OA Dr. Martin Schindl, Facharzt für physikalische Medizin und Rehabilitation, AUVA-Rehabilitationszentrum Weißer Hof R. Pexa, MedUni Wien, privat
Dr. Isabel Kaufmann, Arbeitsmedizinerin in der Abteilung für Unfallverhütung und Berufskrankheitenbekämpfung in der AUVA-Hauptstelle R. Pexa, MedUni Wien, privat
Univ.-Doz. DI Dr. Johannes Gärtner, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens XIMES GmbH R. Pexa, MedUni Wien, privat
Mag. Beate Heiß, Leiterin des Bereichs Pflege- und Rehabilitationsmanagement der PVA R. Pexa, MedUni Wien, privat
Mag. Inge Köberl- Hiebler, Pflegekoordinatorin der AUVA R. Pexa, MedUni Wien, privat
Mag. Martina Molnar, Gesundheits-, Arbeits- und Organisationspsychologin R. Pexa, MedUni Wien, privat
Mag. Norbert Lechner, Fachgruppe Ergonomie in der AUVA-Hauptstelle R. Pexa, MedUni Wien, privat
PDL DGKP Martin Benes, MSc, Pflegedienstleiter in den AUVA-Rehabilitationszentren Weißer Hof und Meidling R. Pexa, MedUni Wien, privat
Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, Professorin für Gendermedizin an der Universität Wien R. Pexa, MedUni Wien, privat

Rückkehr nach Rehabilitation

Mit jenen Pflegekräften, bei denen physische und psychische Belastungen bereits zu Schäden und Schmerzen geführt haben, befasste sich der Vortrag von OA Dr. Martin Schindl, Facharzt für physikalische Medizin und Rehabilitation, vom AUVA-Rehabilitationszentrum Weißer Hof. Nach der Rehabilitation geht es darum zu beurteilen, ob eine Patientin bzw. ein Patient wieder an den früheren Arbeitsplatz zurückkehren kann. Neben personenbezogenen Faktoren wie der individuellen Leistungsfähigkeit müssen die beruflichen Anforderungen sowie Umweltfaktoren, etwa die Bereitschaft des Unternehmens für eine weitere Beschäftigung, berücksichtigt werden. Die zur Beurteilung herangezogene „Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit“ (EFL) setzt sich aus 29 standardisierten Tests zu alltags- bzw. arbeitsspezifischen Bewegungen zusammen. Zusätzlich wird mittels eines Fragebogens die selbsteingeschätzte Leistungsfähigkeit erhoben. „Manchmal gibt es eine Diskrepanz zwischen den Testergebnissen und der Selbsteinschätzung. Letztere ist ein Prädiktor für die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr an den Arbeitsplatz“, so Schindl.

Auch die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) bietet berufsspezifische Rehabilitation an. Bei der Methode der „Rehabilitation für Job, Erwerbsfähigkeit und Teilhabe“, kurz RehaJET, geht man auf die individuellen Herausforderungen ein, da in jedem Beruf andere Bewegungsabläufe notwendig sind. „In Trainingsräumen können unterschiedliche Bewegungsmuster für verschiedene Berufe geübt werden“, berichtete Mag. Beate Heiß, Leiterin des Bereichs Pflege- und Rehabilitationsmanagement der PVA.

Heiß zeigte sich erfreut darüber, dass im Pflegebereich die meisten, die RehaJET absolviert haben, wieder in ihrem angestammten Beruf arbeiten können: „In helfenden Berufen sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein knappes Gut. Die Rehabilitation trägt dazu bei, dass ihre Arbeitsfähigkeit erhalten bleibt.“ Speziell große Unternehmen wie das Hilfswerk würden sich als guter Partner der PVA erweisen, die ihre Pflegekräfte nach einer Rehabilitation wieder beschäftigen.

Digitale Technologien

Inwieweit digitale Technologien in der Pflege MSE verhindern können, analysierte Mag. Norbert Lechner von der Fachgruppe Ergonomie in der AUVA-Hauptstelle. Mit Hilfe einer Bewegungsanalyse lassen sich ergonomisch ungünstige Bewegungen und Körperhaltungen erkennen. Am Körper angebrachte Sensoren sowie eine mit einem Sensor ausgestattete Kamera messen z. B. den Winkel, wenn sich eine Person vorbeugt. Zusätzlich wird aufgezeichnet, wie oft die Pflegekraft eine bestimmte Haltung einnimmt und wie lange sie darin verharrt. „Anhand dieser Informationen kann man sich eine bessere Körperhaltung antrainieren“, erklärte Lechner.

Er ging auch auf das Potenzial anderer digitaler Technologien in der Pflege ein. Virtual-Reality-Systeme eignen sich dazu, Situationen zu üben, die im Pflegealltag nicht oft vorkommen. Einer der von Lechner betreuten Studenten hatte in seiner Masterarbeit passive Exoskelette untersucht und war zu dem Schluss gekommen, dass diese zwar einen stabilisierenden Effekt auf die Haltungskontrolle aufweisen, bei dynamischen Bewegungen aber eine geringere Stabilität bewirken. Eine weitere, erst in Entwicklung befindliche Technologie sprach DI Georg Effenberger an – den Pflegeroboter: „Wenn er realisiert wird, ist er nur für kleine Teilbereiche einsetzbar. Pflege ist viel mehr, als mechanische Tätigkeiten zu vollbringen.“

AUVA

Das AUVA-Merkblatt M 105 kann kostenlos unter www.auva.at/mse bzw. www.auva.at/merkblaetter bestellt werden.

AUVA

Informationsveranstaltung

Gestaltung von Arbeitsplätzen zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen
Wann: Do, 30. September 2021, 09:15–17:00 Uhr (Registrierung ab 08:00 Uhr)
Wo: MARX-Palast Wien bzw. virtuell

Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) gehören zu den häufigsten arbeitsbedingten Erkrankungen. Sie entstehen durch Fehlbelastungen, wie etwa beim Tragen schwerer Lasten, Arbeiten in ungünstigen Körperhaltungen oder unter Zeitdruck. Rund 20 Prozent aller Krankenstandstage in Österreich sind auf MSE zurückzuführen und jeder zehnte Arbeitsunfall wird durch körperliche Belastungen mitverursacht. Die gute Nachricht ist: Die Risiken für arbeitsbedingte MSE lassen sich durch Präventionsmaßnahmen gezielt reduzieren – ebenso wie das Risiko für Arbeitsunfälle durch körperliche Fehlbelastungen.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung werden aktuelle Fragestellungen der Prävention von MSE aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert. Den Fokus bildet das Thema der Arbeitsplatzgestaltung. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in Forschungsfelder und Analysemethoden, lernen praktische Anwendungsbeispiele kennen und können sich Tipps und Anregungen für ihre Betriebe – egal, ob groß oder klein – mitnehmen. Unter den Vortragenden finden sich Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Agentur für Arbeitsschutz, der Arbeitsinspektion, der Sozialpartner, der Deutschen Unfallversicherung, Praktikerinnen und Praktiker aus Unternehmen u. v. m. Die AUVA wird ihren Präventionsschwerpunkt „Packen wir’s an!“ zur MSE-Prävention vorstellen und einen Überblick über unterstützende Angebote für Betriebe geben.

Für Ausgleich sorgt ein Vortrag zu „Brain- und Bodyfitness“. Die Pausen und das abschließende Get-together werden Gelegenheit für den fachlichen Austausch und die Kontaktpflege bieten.

Anmeldung bis 22. September 2021: www.auva.at/mse bzw. www.auva.at/veranstaltungen

Zusammenfassung

Pflegekräfte sind besonders stark von Muskel-Skelett-Erkrankungen betroffen. Bei einer Informationsveranstaltung der AUVA wurden Präventionsmaßnahmen präsentiert. Dazu zählen Konzepte zur Erhöhung der Bewegungskompetenz, die Verwendung von Hilfsmitteln, Verbesserung der Arbeitsabläufe und der Einsatz digitaler Technologien. Tipps für ergonomisch günstiges Arbeiten bietet das Merkblatt M 105 „Ergonomie in helfenden Berufen“. www.auva.at/mse