Umgebungsbedingungen

„3-L-Regeln“ für ein gesundheitsförderliches Homeoffice

Nicht immer sind die Bedingungen am Arbeitsplatz im Homeoffice gut für die Gesundheit. Gerade Licht, Lärm und Luft sind häufig vernachlässigte Aspekte, wenn es um das Arbeiten in den eigenen vier Wänden geht.
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Bleiben Sie zu Hause! Diese Empfehlung und die Ausgangsbeschränkungen im Rahmen der Corona-Krise verlagerten für viele Menschen den Berufs- und Privatalltag in die eigenen vier Wände. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass diese Form des Arbeitens in vielen Betrieben auch nach der Pandemie bleiben wird. Während bei den organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Hard- und Software die Lernkurve enorm rasch gestiegen ist und auch psychologische Aspekte sowie die Ergonomie als bedeutende Faktoren wahrgenommen wurden, werden der Beleuchtung, der Lärmbelastung und der Luftqualität noch wenig Bedeutung beigemessen. Das sollte sich aber zunehmend ändern, denn nach Angaben eines Schweizer Leitfadens zur gesundheitsförderlichen Gestaltung von Arbeitsräumen (https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/6344) hat die Arbeitsumgebung einen weitaus größeren Einfluss auf die Gesundheit des Einzelnen als die Arbeitsinhalte. Die Einrichtung eines möglichst ungestörten und fixen Telearbeitsplatzes zu Hause wird immer wieder empfohlen, hängt jedoch zu einem Großteil von den individuellen Wohnverhältnissen ab.

Licht wirkt

Ohne Licht und Beleuchtung kommt kein Arbeitsplatz aus – das gilt auch zu Hause. In der Literatur finden sich zahlreiche Belege dafür, dass sogar rund 30 Prozent aller Unfälle einen direkten oder indirekten Zusammenhang mit mangelhafter Beleuchtung aufweisen. Fest steht jedenfalls, dass die Wirkung des Lichts auf Gesundheit, Leistungsvermögen und Wohlbefinden einen höheren Stellenwert einnimmt, als dies noch vor einigen Jahren vermutet wurde. Nicht von ungefähr kommt es, dass das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz in § 22 (6) verlangt, dass Arbeitsräume ausreichend natürlich belichtet sein müssen, und die Arbeitsstättenverordnung in § 25 (1) festhält, dass nur Räume als Arbeitsräume verwendet werden dürfen, die möglichst gleichmäßig natürlich belichtet sind. Die Telearbeit im großen Stil ist noch zu kurz als breites gesellschaftliches Phänomen bekannt, als dass es dazu schon entsprechende Regelungen gäbe. Wer von zu Hause aus arbeitet, wird dafür wohl kaum größere Umbauten vornehmen und muss sich daher in erster Linie an den vorhandenen Gegebenheiten orientieren. Aber auch hier sind einfache Maßnahmen möglich, um gute Lichtverhältnisse zu schaffen.

Im Idealfall verfügt der Arbeitsplatz zu Hause über ausreichend Tageslicht, denn das schlägt sich entscheidend in der Qualität der Arbeit nieder. Neben seinen gesundheitsfördernden Wirkungen spart Tageslicht Energie und schafft erwünschte Sehbedingungen. Die Chronobiologie lehrt uns, dass der menschliche Biorhythmus aufgrund der Tageszeit dafür verantwortlich ist, ob wir uns wach oder müde fühlen. Ist der Arbeitsplatz zu dunkel, werden wir rasch müde und träge. Außerdem sind die Augen belastet, was zu brennenden und tränenden Augen führen kann, in weiterer Folge auch zu Kopf- und Nackenschmerzen und zu Konzentrationsstörungen. 

Dekorativ allein reicht nicht

Je nach Witterung, Jahres- und Tageszeit sind die natürlichen Lichtverhältnisse unterschiedlich. Ausgleich und Unterstützung bieten künstliche Lichtquellen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Arbeitsraum möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet wird, denn Kontraste beanspruchen die Augen besonders. Zu Hause haben wir meist dekorative Deckenleuchten, die auf sanftes, gemütliches Licht ausgerichtet sind und bei Weitem nicht jene Lichtstärke aufweisen, wie wir sie aus Büroräumen kennen und gewohnt sind.

Für herkömmliche Schreibtischarbeit sind mindestens 500 Lux gefragt, bei älteren Mitarbeitern sollte der Wert zwischen 750 und 1.500 Lux liegen. Erreicht werden kann dieser Wert zum Beispiel mithilfe flacher LED-Leuchten, sogenannter Panels. Sie haben den Vorteil, dass sie sich unauffällig in Wohnräume integrieren lassen und für eine flächige Raumausleuchtung sorgen. Zusätzlich können weitere direkte, punktuelle Lichtquellen zum Einsatz kommen, wie Schreibtischlampen, Stehlampen oder Leselichter. Wichtig ist, dass diese Lichtquellen nicht blenden oder Schatten werfen. Man stellt sie daher am besten schräg neben dem Schreibtisch auf.

Auch zu helles Licht kann beim Arbeiten störend sein. Gegen einfallendes blendendes Sonnenlicht haben sich halbdurchlässige Lichtschutzfolien bewährt. Diese gibt es in den verschiedensten Ausführungen, von Klebefolien über Rollos bis hin zu Vorhängen. Ein Lichtplaner kann den Durchlässigkeitsgrad bestimmen – wie viel Licht durch die Lichteintrittsfläche auf die Arbeitsstätte einstrahlt – und die passende Variante gestalten, die idealerweise an den Sonnenstand angepasst werden kann.

Forschung zur Lichtwirkung

Welche Lichtfarbe bei der Beleuchtung von Räumen mit Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen zum Einsatz kommt, hängt von der gewünschten Raumwirkung ab. Warmweißes Licht hat einen relativ hohen Rotanteil, so wie das Licht von Kerzen oder Glühlampen, und bewirkt eine etwas wohnlichere Stimmung. Neutralweißes Licht weist ein ausgeglichenes Spektrum auf und wirkt eher sachlich. Tageslichtweißes Licht hat einen relativ hohen Blauanteil und wird bei Beleuchtungsstärken von 500 Lux vor allem abends eher als kühl empfunden. Als „dynamisches Licht“ werden Beleuchtungssysteme angeboten, bei denen sich unter anderem auch die Lichtfarben und die Beleuchtungsstärken im zeitlichen Verlauf verändern und so dem Tagesrhythmus anpassen.

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Die AUVA hat in einer Laborstudie die unterschiedliche Lichtwirkung der Leuchtmittel „LED“ und „Leuchtstofflampe“ auf den Menschen untersucht. Im Rahmen des Projekts wurde ein Ansatz zur dynamischen Beleuchtung entwickelt, der den circadianen Rhythmus der menschlichen Leistungsfähigkeit berücksichtigen und unterstützen soll. Im zweiten Teil, einer Feldstudie, stand die Untersuchung unterschiedlicher Beleuchtungsansätze – statisch und dynamisch – im Fokus. Die Ergebnisse zeigen eine tendenziell höhere Akzeptanz der LED-Beleuchtung im Vergleich zur Leuchtstofflampenbeleuchtung. Auch die Konzentrationsfähigkeit sowie die Schlafqualität in der auf den Labortag folgenden Nacht zeigen sich bei LED-Beleuchtung signifikant höher als bei Leuchtstofflampenbeleuchtung. Forschungsbedarf ist noch hinsichtlich des lebensaltersabhängigen Bedarfs an Beleuchtungsstärke gegeben. Manche Studien zeigen, dass der vermehrte Lichtbedarf bereits im Alter von zirka 35 Jahren einsetzt. Unabhängig von Erkrankungen und Fehlsichtigkeiten tritt bei allen Menschen ab etwa dem 40. Lebensjahr eine spürbare, langsam anwachsende Verschlechterung der Sehleistung ein. 

Die Tiefenwahrnehmung lässt nach, durch eine höhere Blendempfindlichkeit verschlechtert sich die Anpassung an grelles Licht. Etwa ab dem 50. Lebensjahr vermindert sich die Sehschärfe, ab rund 55 Jahren verzögert sich die Dunkelanpassung, engt sich das Gesichtsfeld ein und es dauert länger, Objekte scharf wahrnehmen zu können. Die Farbwahrnehmung verschlechtert sich ab etwa einem Alter von 70 Jahren. 

Gute Luft im Homeoffice

Bei anderen die Ergonomie beeinflussenden Faktoren, die im Büro öfter Probleme bereiten, sieht es zu Hause besser aus – etwa beim Raumklima. Erfahrungsgemäß lüftet man in der Wohnung häufiger und sorgt aufmerksamer für eine angenehme Raumtemperatur – etwa durch Aus- oder Anschalten der Heizung oder durch den zu Hause sehr einfachen Griff zu einem Pulli. 

Saubere Luft und die optimale Luftfeuchtigkeit sind wichtige Wohlfühlfaktoren. Ist die Luft trocken, abgestanden und mit Schadstoffen wie etwa Staub oder Tabakrauch belastet, so kann sich das rasch auf unser Wohlbefinden auswirken. Müdigkeit, Kopf- und Augenschmerzen sowie Konzentrationsschwäche sind spürbare Folgen. Schlechte Luft in Innenräumen kann gerade in der Erkältungszeit bereits bestehende Beschwerden wie Husten oder Heiserkeit weiter verschlimmern. Als angenehm wird eine Lufttemperatur in Arbeitsräumen zwischen 19 und 25 Grad Celsius empfunden, wenn in diesem Raum Arbeiten mit geringer körperlicher Belastung durchgeführt werden, wie etwa Schreibtischarbeit. Die empfohlene Temperatur in Arbeitsräumen bietet eine große Bandbreite, sodass es in Büros oft zu Diskussionen kommt, sobald mehrere Personen im Raum sitzen – ein Umstand, den man aus dem Homeoffice kaum kennt. Hier kann man im Hinblick auf die Temperatur sehr gut auf die persönliche Tagesverfassung eingehen und die Werte nach den eigenen Bedürfnissen regeln. 

Für ein optimales Raumklima ist nicht nur die Raumtemperatur maßgeblich, sondern in Abhängigkeit davon auch die Feuchtigkeit der Raumluft. Eine zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit können wir nicht sofort bemerken, sie kann aber mithilfe eines Hygrometers, das im Fachhandel erhältlich ist, leicht gemessen werden. Die Luftfeuchtigkeit gibt den Anteil an Wasserdampf in der Umgebungsluft an. Wie viel Wasser die Luft aufnehmen kann, hängt von der Temperatur ab: Je höher die Temperatur ist, desto mehr Wasserdampf kann die Luft aufnehmen. In Räumen, in denen man sich mehrere Stunden am Tag aufhält, liegt die optimale Raumluftfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent. 

Schwieriger wird es schon mit der Messung der Luftgeschwindigkeit. Hier ist gemäß Arbeitsstättenverordnung – und die gilt auch für Arbeitsplätze zu Hause – dafür zu sorgen, dass die Luftgeschwindigkeit an ortsgebundenen Arbeitsplätzen in Arbeitsräumen 0,10 m/s, wenn Arbeiten mit geringer körperlicher Belastung durchgeführt werden, über eine Mittelungsdauer von 200 Sekunden nicht überschreitet. Das zu messen ist natürlich zu Hause schon viel schwieriger. Als Faustregel gilt: Die Räume sollen nicht zugig sein, was aber ohnehin in privaten Wohnbereichen selten der Fall ist. Schließen Fenster nicht dicht ab, so kann das Vorlegen einer Decke oder das Anbringen von Dichtbändern gegen zu viel Zugluft helfen.

Der CO2-Gehalt in der Raumluft wird direkt von den anwesenden Personen und damit der ausgeatmeten Luft beeinflusst. CO2-Sensoren oder sogenannte CO2-Ampeln – das sind einfache und kostengünstige Messgeräte – sind gut geeignet und können auch im Haushalt eingesetzt werden. Für ein gutes Raumklima sorgt am einfachsten regelmäßiges Stoßlüften, damit eine gute Luftqualität erhalten bleibt und die verbrauchte Raumluft – das ausgeatmete CO2 – gegen Frischluft getauscht wird. Stoßlüftung heißt, die gesamte Fensterfläche zu öffnen, und zwar im Winter für drei Minuten, im Frühjahr oder Herbst für fünf Minuten und im Sommer für zehn Minuten. Sind mehrere Personen im Raum, so können – sofern es nicht zieht – auch Türen offen bleiben, um das Luftvolumen zu vergrößern.

Der Lüftungsrechner ist in Kürze über die AUVA-Website bestellbar.

Lärm auch zu Hause ein Störfaktor

Maskentragen, Online-Meetings, veränderte Geräuschpegel und Arbeitsweisen haben teils überraschende Auswirkungen auf das Gehör. Aktuelle Untersuchungen des Verbands der Hörakustiker Österreichs belegen, dass die Gehörempfindlichkeit während der Pandemie zugenommen hat. Wer plötzlich viel allein ist, bei dem passt sich das Gehör an. Lärmsituationen, die bisher gar nicht aufgefallen sind, werden plötzlich als unangenehm und überfordernd erlebt.

Viele Menschen haben überhaupt erst durch das Maskentragen entdeckt, dass ihr Gehör nachlässt. Der Mund-Nasen-Schutz und FFP2-Masken dämpfen die für die Sprachverständlichkeit wichtigen höheren Frequenzen ab 1,0 kHz aufwärts. Fünf bis zehn Dezibel an Lautstärke fallen durchschnittlich weg. Zehn Dezibel entsprechen aber bereits einer Halbierung der Lautstärke. Wer das Gesagte nicht versteht, kann sich, wenn das Gegenüber eine Maske trägt, auch nicht mit dem Ablesen von den Lippen behelfen. 

Gerade für Menschen mit verminderter Hörleistung können Online-Meetings hilfreich sein, weil sie Kopfhörer verwenden und Störgeräusche ausblenden können. Andererseits hat man dank des Layouts der Meeting-Software oft bessere Chancen, die Gesichter aus der Nähe zu sehen und die Lippenbewegungen zu erkennen, als zum Beispiel bei einem physischen Treffen in einem großen Raum.

Lärm aus Küche, Bad oder Kinderzimmer macht es im Homeoffice oft schwer, sich zu konzentrieren und Nebengeräusche auszublenden. Nicht immer ist es möglich, zu Hause den Arbeitsplatz so ungestört abzuschirmen, dass der Lärm der Mitbewohnerinnen und Mitbewohner völlig ausgeblendet werden kann. „Tür zu“ klappt nur, wenn es auch einen eigenen Raum gibt, der als Büro genutzt werden kann und die geschlossene Tür auch als Zeichen des Ungestörtseins respektiert wird. Sitzen mehrere Familienmitglieder in einem Raum zusammen und müssen zeitgleich arbeiten, so können Trennwände hilfreich sein. Dicke Teppiche, Vorhänge oder Pflanzen helfen ebenfalls, Schallentwicklung zu unterbinden.

Für eine gute Verbindung

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Videokonferenzen, virtuelle Meetings und (Video-)Telefonie, die wohl auch in Zukunft den Arbeitsalltag prägen werden. Damit andere Familienmitglieder im Homeoffice nicht gestört werden, aber auch die oder der Sprechende selbst konzentriert dem Online-Talk folgen kann, sollte auf moderne, digitale Audiolösungen mit und ohne Kabel zurückgegriffen werden. Das breite Frequenzspektrum sorgt für natürlichere und klarere Gespräche, der in der Hörmuschel des Headsets integrierte Prozessorchip analysiert Anrufe, Nutzerinnen und Nutzer werden über den Bildschirm informiert, wenn der Mikrofonarm nicht optimal positioniert ist, Umgebungslärm wird reduziert. In-Ear-Kopfhörer und kabellose Headsets ermöglichen gleichzeitige Mobilität. Gerade, wenn Audio und Video kombiniert werden, also etwa bei Videokonferenzen, ist hochwertige Technik von Vorteil, sodass Stimmen nicht verzerrt werden und Rauschen und Hintergrundgeräusche unterdrückt werden.

Gute Kopfhörer sollten sorgfältig ausgewählt werden. Viele Qualitätskriterien wie etwa die Qualität der Sprachübertragung oder die Schalldämmung können aus den Prospekten der Hersteller nicht auf Grundlage von vergleichbaren Messdaten beurteilt werden. Es empfiehlt sich daher ein Blick auf objektive Vergleichstests.

  • Anschlüsse: Es wird empfohlen zu prüfen, welche Anschlussmöglichkeiten der Kopfhörer aufweisen sollte. Für die Verwendung am PC – etwa für Videokonferenzen – ist meist ein USB-Anschluss erforderlich. Für die Verwendung am Smartphone wird üblicherweise ein Klinkenstecker benötigt. Je nach Type verfügen nicht alle Smartphones über einen Klinkenstecker – dann sind noch zusätzliche Adapter erforderlich, um das Headset mit dem Smartphone zu verbinden. Es gibt auch Adapter für Klinkenstecker zu USB. Damit kann das Headset dann sowohl am PC als auch mit dem Smartphone genutzt werden.
  • Kabellos oder kabelgebunden: Headsets sind am Markt sowohl kabelgebunden als auch kabellos verfügbar. Die Verbindung bei kabellosen Headsets erfolgt meist über Bluetooth, wobei es dabei unterschiedliche Profile mit unterschiedlicher Übertragungsqualität gibt.
  • Tragekomfort: Wichtig bei stundenlanger Verwendung ist ein hoher Tragekomfort. Der Anpressdruck der Kopfhörer an den Kopf sollte nicht zu stark sein. Die Kopfhörer sollten auch ergonomisch größenverstellbar sein, um diesen gut an die Kopfform anpassen zu können. Hierbei empfiehlt sich, die Kopfhörer probeweise zu testen und den Mitarbeitern mehrere zur Auswahl anzubieten. Praktisch sind auch Knöpfe und Einstellräder, mit denen Einstellungen wie Lautstärke oder Stummschaltung direkt am Kopfhörer vorgenommen werden können.
  • Schalldämmung des Kopfhörers: Um die Hintergrundgeräusche zu reduzieren, ist eine gute akustische Abschirmung der Kopfhörerkapseln erforderlich. Dafür sind Kopfhörerkapseln nötig, die beide Ohren vollflächig umschließen und eine relevante Schalldämmung aufweisen. Ergänzend zu dieser „passiven Schalldämmung“ können mit ANR (active noise reduction) Geräusche im tiefen bis mittleren Frequenzbereich und damit teilweise auch Sprache weiter reduziert werden. Das funktioniert am besten bei einigermaßen konstanten Geräuschen wie zum Beispiel Fluglärm oder im Zug.
  • Mikrofon: Für den Gesprächspartner ist wichtig, dass hochwertige gerichtete oder mehrere Mikrofone des Headsets und die digitale Signalverarbeitung Störgeräusche reduzieren. Wichtig ist auch eine gleichmäßige Übertragung von Signalen in einem weiten Frequenzbereich, damit es nicht zu unnatürlichen Klangverfärbungen kommt.

AUVA-Lüftungsrechner

Die von der deutschen Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) entwickelte und ab August 2021 in Österreich über die AUVA bestellbare Rechenscheibe bestimmt abhängig von der Raumgröße und Anzahl der anwesenden Personen die Lüftungsintervalle.

  • Wählen Sie auf dem äußeren Ring die Raumgröße in Kubikmetern m³ (Länge × Breite × Höhe = Grundfläche × Höhe = Raumvolumen in Kubikmeter (m³)).
  • Drehen Sie die Scheibe mit dem Schieberegler auf die Position, sodass die Anzahl der im Raum befindlichen Personen auf die Raumgröße zeigt. 
  • Lesen Sie nun ab, in welchem Zeitintervall Sie lüften müssen: auf der grünen Skala für leichte Tätigkeit (Gäste, aber auch Service), auf der orangen Skala für mittelschwere Tätigkeit oder auf der inneren Skala für schwere Tätigkeit.

Zusammenfassung

Licht, Lärm und Luft – diesen drei Faktoren muss im Homeoffice besonderes Augenmerk geschenkt werden, wenn man ermüdungsfrei und gesund arbeiten will. Die Autorin fasst die wichtigsten Punkte für ein gesundheitsförderliches Arbeiten in den eigenen vier Wänden zusammen.