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Eine Person mit schwarzem T-Shirt und Jeans hält eine Präsentation vor einem Publikum in einem Konferenzraum.
Der Physiotherapeut Geo Avarappatt aus dem AUVA-Rehazentrum Weißer Hof beim Vortrag „Physiotherapeutische Aspekte in der Rehabilitation von Schulterverletzungen“ © Richard Reichhart

AUVA-Reha-Tage

Reha-Tage in Tobelbad im Zeichen moderner Rehabilitation

Erstmals in der AUVA-Geschichte präsentierten sich in Tobelbad sämtliche AUVA-Rehabilitationseinrichtungen gemeinsam einem großen Publikum. Die multidisziplinären Vorträge ergaben ein beeindruckendes Panorama des vielfältigen Angebots aller Zentren, das Qualität, Engagement und Zukunftsorientierung vereint.

Die dreitägige Veranstaltung in der Rehabilitationsklinik Tobelbad setzte ein starkes Signal für eine individuelle, moderne, wissenschaftlich fundierte und menschlich zugewandte Rehabilitation, die den gesamten Menschen und seine Lebensrealität sowohl aus beruflicher als auch aus persönlicher Perspektive in den Mittelpunkt stellt.
Der erste Kongresstag stand im Zeichen der Rehabilitation nach Trauma, weitere Themen waren Berufskrankheiten und Arbeitsmedizin. Die Beiträge zeigten, wie komplex und verzahnt die Versorgung nach schweren Polytraumen ist und wie zentral eine multidisziplinäre Expertise für das Wohlergehen der Patienten:Patientinnen ist. Von der Abteilung für Berufskrankheiten und Arbeitsmedizin wurde der Stellenwert multidisziplinärer Konzepte in der pulmonalen Rehabilitation unterstrichen. Präsentiert wurde auch das Competence Center für Berufskrankheiten, welches in der RK Tobelbad implementiert wurde.
Am zweiten Tag lag der Fokus auf der Querschnittrehabilitation, einem Bereich, in dem die AUVA, insbesondere die RK Tobelbad als erstes Querschnittrehabilitationszentrum Europas (gegründet 1952), seit Jahrzehnten über eine hervorragende Expertise verfügt. Aktuelle Themen wie die Teilnahme an internationalen Studien (z. B. EMSCI), spezielle Neurourologie und Darmmanagement machten die Notwendigkeit einer umfassenden und lebenslangen Versorgung und Betreuung querschnittgelähmter Menschen deutlich.
Die Vorträge zur Rehabilitation in der AUVA als gesetzliche Unfallversicherungsträgerin sowie zu nationalen und internationalen Kooperationen spannten den Bogen von der individuellen Versorgung bis zur gesellschaftlichen Verantwortung. 

Zwei Personen führen in einem modernen Innenraum ein Gespräch, wobei eine Person im Rollstuhl sitzt und die andere Person mit einer Hand in der Hosentasche zuhört.
Moderator, Rollstuhltennisspieler und Paralympics-Teilnehmer Thomas Flax (li.) und Prim. Dr. Wolfgang Marth vom AUVA-Rehazentrum Bad Häring im Gespräch bei der Abendveranstaltung „Rehabilitation und Behindertensport“ © Richard Reichhart
In einem Konferenzraum verfolgen mehrere Personen eine Präsentation mit einer großen Leinwand, auf der eine Person vor den Flaggen der Europäischen Union und Österreichs zu sehen ist.
Grußbotschaft der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Korinna Schumann © Richard Reichhart

 

Der abschließende dritte Tag widmete sich den Rehabilitationsfeldern schweres Schädel-Hirn-Trauma und Amputation. Die Beiträge veranschaulichten die Komplexität neurorehabilitativer Prozesse – von der handlungsorientierten Diagnostik und Therapie sowie der neuropsychologischen Diagnostik bis hin zur neuro-orthoptischen Versorgung.
In den Beiträgen zur Amputationsmedizin wurde einmal mehr der außergewöhnlich hohe Spezialisierungsgrad der AUVA-Rehabilitationszentren in der Versorgung amputierter Menschen deutlich. Mit eigenen Orthopädietechniker:innen und orthopädischen Werkstätten besitzt die AUVA österreichweit ein Alleinstellungsmerkmal und ermöglicht eine unmittelbare und individuell angepasste prothetische Versorgung der Menschen nach Amputationen. Die Vorträge präsentierten das aktuelle Fachwissen und die technische Expertise der multiprofessionellen Teams auf dem neuesten Stand der medizinischen, therapeutischen und orthopädietechnischen Entwicklungen.
Als Gastredner weckte der Vorstand des „Institute of Neural Engineering“ der Technischen Universität Graz, Univ.-Prof. Dr. Müller-Putz, das Interesse der Teilnehmenden. Er präsentierte Ergebnisse aus dem gemeinsam mit der AUVA laufenden Forschungsprojekt NeuroGrasp und sprach über weitere technische Zukunftsvisionen.
Den hohen Stellenwert der Rehabilitation in den AUVA-Häusern unterstrich auch Arbeitsministerin Korinna Schumann in einer umfassenden und wertschätzenden Videobotschaft.
Die Abendveranstaltung bot mit Beiträgen zum Behindertensport einen inspirierenden Blick auf die Bedeutung von Aktivität, Motivation und sozialer Teilhabe. Das anschließende Get-together diente dem Austausch zwischen Experten:Expertinnen aller Berufsgruppen und spiegelte die interprofessionelle Kultur der AUVA eindrucksvoll wider.
Für die Dauer des gesamten Kongresses fand auch eine große internationale rehabilitationstechnische Produktausstellung statt, bei der sich die Teilnehmenden über die neuesten technischen Entwicklungen in der Rehabilitationstechnik informieren konnten.
Die Veranstaltung war nicht nur Fortbildung, sondern ein starkes Bekenntnis zur Weiterentwicklung einer qualitätsvollen, zukunftsorientierten Rehabilitation im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung.


Zusammenfassung:

Die AUVA-Reha-Tage 2026 zeigten die gesamte Bandbreite des Angebots der Rehabilitationszentren der AUVA. Im Mittelpunkt der hochspezialisierten, modernen und wissenschaftlich fundierten Rehabilitation steht stets der Mensch und seine bestmögliche individuelle Versorgung.


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