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Sichere Arbeit
Die speziell entwickelten Schutzhandschuhe halten einem Druck von bis zu 700 Bar stand
Mag. Johannes Maisel setzt sich für sicheren Umgang mit Hydraulikleitungen ein.

Sicherer Umgang mit Hydraulikleitungen

Innovativ für mehr Sicherheit

Bei Wartungsarbeiten an Hydraulikleitungen kann es durch die hohen Drücke zu gefährlichen Verletzungen kommen, die nicht selten Amputationen zur Folge haben. Das Unternehmen Pirtek in Wien-Schwechat versucht durch verschiedene Maßnahmen, die Gefahr von sogenannten Fluidinjektionen zu minimieren. Dazu zählen die Entwicklung spezieller Schutzhandschuhe und eines Notfall-Leitfadens für behandelnde Ärztinnen und Ärzte, aber auch die Abhaltung von Workshops und Seminaren zum Thema.

Verletzungen durch Fluidinjektion passieren selten, können aber bereits bei niedrigen Drücken von 6,9 bar auftreten. Das injizierte Material kann zum Beispiel Öl, Fett, Farbe, Farbverdünner, Wasser und Luft beinhalten. Die am häufigsten gefährdeten Personen sind nicht nur diejenigen, die im mobilen Ersatzschlauchgeschäft arbeiten, sondern auch Arbeitnehmer, die in der Nähe von unter Druck stehenden Geräten arbeiten.

Mag. Johannes Maisel, Inhaber und Franchisepartner des Pirtek-Standortes in Wien-Schwechat, war 2014 der erste Österreicher, der sich dem internationalen Hydraulikservice anschloss und damit den mobilen und maximal schnellen Pirtek-Service in sein Heimatland brachte. Im Laufe der ersten Jahre seiner Servicetätigkeit stellte Maisel fest, dass das Bewusstsein um die Gefahren, die von Hydraulikleitungen ausgehen, in Österreich kaum vorhanden oder nur sehr schwach ausgeprägt ist.

Sicherer Umgang mit gefährlichen Hydraulikleitungen

Um schwerwiegende Verletzungen durch Fluideinschüsse, die nicht selten mit Amputation der betroffenen Körperstellen enden können, zu verhindern, hat Pirtek Wien einen speziellen Sicherheitshandschuh entwickelt, der einem Druck von bis zu 700 bar standhält. So können die Hände bei Wartungsinspektionen von Hydraulikanlagen unter Druck bestmöglich geschützt werden.

Alle Pirtek Service-Techniker arbeiten mit diesem Schutzhandschuh und – aufgrund der hohen Nachfrage – es gibt diesen auch für Kunden käuflich zu erwerben. Dieser innovative Handschuh wurde vergangenes Jahr bei der Goldenen Securitas 2018, einem Preis, den die AUVA und WKO alle zwei Jahre ausschreibt, mit einer Nominierung in der Kategorie „Innovativ für mehr Sicherheit“ ausgezeichnet. 15 nominierte Klein- und Mittelbetriebe wurden in drei verschiedenen Kategorien für vorbildliche Maßnahmen zur Verhinderung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten von einer Fachjury ausgewählt und prämiert.

Arbeitssicherheit beim Umgang mit Hydraulikleitungen

Unterstützt von einer europäischen Pirtek-Familie hat sich Pirtek Wien der Aufklärung und Sensibilisierung beim Thema Arbeitssicherheit im Umgang mit Hydraulikschlauchleitungen angenommen.

Als begleitende Maßnahme wurde parallel mit der Entwicklung des Sicherheitshandschuhs ein Notfall-Leitfaden für den Fall von Injektionsverletzungen geschrieben. Dieser wird von jedem Techniker von Pirtek Wien mitgeführt, um im Ernstfall im Spital richtig behandelt zu werden. Denn diese Art der Verletzung ist selten, die wenigsten Ärzte haben solche Verletzungen bereits gesehen und die Behandlungsmethoden sind meist unbekannt.

Darüber hinaus sensibilisiert Mag. Johannes Maisel, Inhaber des Centers Wien, landesweit durch verschiedene Maßnahmen kontinuierlich für die Gefahren im Umgang mit Hydraulikschlauchleitungen. Er hält regelmäßig Vorträge zur Sicherheit im Umgang mit hydraulischen Anlagen und schult Kunden, die selbst in Berührung mit den Leitungen kommen.

Verletzungen durch Fluideinschüsse und Erste Hilfe

Wie kann es zu derartigen schweren Verletzungen im Umgang mit Hydraulikleitungen kommen? „Ab einem Druck von etwas weniger als 7 bar kann Hydraulikflüssigkeit die Haut des Menschen durchdringen“, berichtet Maisel. „Moderne Maschinen arbeiten unter Hochdruck und können Drücke bis zu 700 bar Leistung erbringen. Vor diesem Hintergrund können provisorische Reparaturen von Schläuchen, wie sie uns in der Praxis immer wieder begegnen, lebensbedrohliche Konsequenzen haben. Ich würde sagen, 80 Prozent der Kunden, mit denen ich darüber spreche, haben davon noch nie etwas gehört.“

Nicht selten kommt es vor, dass in der Praxis bei Arbeiten an hydraulikbetriebenen Maschinen ein Schlauch undicht geworden ist und die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter diese Stelle mit der ungeschützten Hand zu suchen beginnt. Dabei kann es zu gefährlichen Fluideinschüssen kommen. Dieser Umstand veranlasste Mag. Maisel – über seine Dienstleistungen hinaus, Präventionsarbeit zur Vermeidung dieser gefährlichen Verletzungen zu leisten.

Gefährdet sind nicht nur Personen, die im mobilen Ersatzschlauchgeschäft tätig sind, sondern jede Arbeitnehmerin bzw. jeder Arbeitnehmer, die bzw. der mit unter Druck stehenden Geräten arbeitet. Konkret sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter potenziell gefährdet, die – ohne darauf beschränkt zu sein – mit Fettpresspistolen, Wasserstrahlgeräten, Druckprüfständen, Farbspray und Dieselinjektionsgeräten und an hydraulischen Komponenten oder Systemen arbeiten. Wie ist eine Verletzung zu erkennen? Mag. Maisel beschreibt die Symptome zur Erkennung einer Verletzung durch Fluidinjektion: „Die Eintrittsstelle wird gewöhnlich auf der Arbeitsfläche der Hand liegen, kann sehr klein sein und muss nicht unbedingt bluten. Anfänglich klagt die Patientin bzw. der Patient nicht über Schmerzen, kann aber eine Taubheit oder erhöhten Druck im betroffenen Körperteil fühlen. Dieser wird allmählich zunehmend gereizt. Die Patientin bzw. der Patient klagt dann über einen pochenden Schmerz. Das Wichtigste ist, dass diese Art von Verletzungen als Notfall behandelt werden muss. Der Verletzte darf also nicht zur Hausärztin oder zum Hausarzt, sondern muss zu einer Notaufnahme gebracht werden, vorzugsweise in ein Spital, das chirurgische Verfahren an der Hand durchführen kann.“

Die Erste-Hilfe-Behandlung ist sehr begrenzt und beschränkt sich hauptsächlich auf beruhigendes Einwirken auf die Verletzte oder den Verletzten, bis qualifizierte medizinische Hilfe durchgeführt werden kann. Die Zeit bis zur Behandlung ist entscheidend um der Patientin bzw. dem Patienten die bestmögliche Chance auf ein positives Ergebnis und eine Chance auf Heilung zu geben. Die Toxizität des eingespritzten Materials ist von seiner chemischen Zusammensetzung abhängig. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Amputation kommen. Diese Umstände rechtfertigen jeden Aufwand, den Pirtek zur Entwicklung des speziellen Sicherheitshandschuhes betrieben hat.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Schulung und Aufklärung über Risiken und die Vermeidung von Verletzungen durch Fluidinjektionen in Betrieben, in denen Arbeiten rund um Hydraulik und Pneumatik durchgeführt werden. Dabei ist es äußerst wichtig, dass den Personen die damit verbundenen Risiken bekannt sind und jede Mitarbeiterin bzw. jeder Mitarbeiter, Ersthelfer/-in, Arbeitsmediziner/-in in einer Organisation weiß, wie sie bzw. er sich bei einer Verletzung durch Flüssigkeitsinjektion oder einer vermuteten Verletzung zu verhalten hat.

Zusammenfassung

Bei Pirtek in Wien Schwechat setzt man nicht nur auf die rasche Reparatur von Hydraulikleitungen, man konzentriert sich auch auf die Prävention von den teils schweren Verletzungen, die durch die hohen Drücke in Hydraulikanlagen im Schadensfall entstehen können.

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